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Donnerstag, 3. Mai 2018, 13:29

Interner UV-Klärer - Sinn oder Unsinn bei Vision 260L

Hallo Zusammen

Nachdem ich jetzt mein Vision 260 auf Meerwasser umgerüstet habe wurde mir ein UV-Klärer nahegelegt.

Könnt Ihr mir da einen internen (da ich kein TB habe) empfehlen?

Man findet so einiges, von Aquael bis weis Gott wohin, leider nur sehr wenig für innen.

Macht es bei meinem Becken Sinn? (gehalten wird quasi alles)

Danke!

VG

Martin

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Donnerstag, 3. Mai 2018, 15:03

Hallo Martin!

Ich habe noch nie einen UV-Klärer verwendet und halte ihn für Dein Aquarium auch nicht für notwendig.
Bei sehr empfindlichen Fischen (z. B. manchen Doktorfischen) kann er Sinn machen.

Liebe Grüße

Harold
49 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

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Donnerstag, 3. Mai 2018, 15:16

Hi Martin,

ich habe in all meinen kleinen Becken (50-300L) wegen einen massiven Ausbruch von Cryptocarion (welchen ich selbst verursacht habe)jetzt einen internen UV-Klärer im Einsatz. Ich habe alle billigen Geräte probiert und kann dir sagen, dass diese nicht nur wenig Effekt haben, sondern teilweise sogar technisch "unter aller S**" sind. Die Vorschaltgeräte sind billigst aufgebaut und meiner Meinung nach sogar zum Teil gefährlich.

Es gibt nur ein Gerät, welches halbwegs brauchbar ist, nämlich die UVC-Anlage aus dem Sera Marinus 130. Diese Anlage bekommst Du auch als Sera "Algovec" oder Sera "IF400". Diese beiden Filter beinhalten die selben Komponenten. Mal ist das eine Gerät billiger, mal das andere. Die UVC-Einheit kann auch überall anders eingebaut werden, wenn Durchfluss vorhanden ist. Ich habe 3 Becken so modifiziert, dass die Anlage passt (siehe Bilder). Leider gibt es die UVC-Einheit nur mit 5W und deshalb ist bei rund 150 Litern Schluss mit sinnvoller Entkeimung (90%+).

LG



Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Visas« (3. Mai 2018, 15:40)


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Donnerstag, 3. Mai 2018, 15:28

Bilder Teil 1
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Donnerstag, 3. Mai 2018, 15:37

Die Bilden zeigen meine Umsetzungen in den 3 Becken. Im Percula 120 (Technikabteil mit 2 UVC-Einheiten) und im kleinen 150 Literbecken (das mit dem Reefpack) sind die UVC-Einheiten alle passiv betrieben und werden nur durch das unterschiedliche Wasserniveau durchströmt. Im kleinen Fluval Flex habe ich die UVC-Einheit einfach in den Rückförderkreislauf eingebunden.

Das alles ist mit etwas Bastelarbeit und Geschick machbar, wenn man keine externen Einheit verwenden möchte.

Allerdings laufen meine UVC-Einheiten jetzt permanent, auch wenn ich davor in den kleineren Becken keine hatte. Diese UVC-Einheiten mit 5W sind sowieso nicht in der Lage ein Becken mit mehr als rund 50 Litern nahezu voll (über 99%) zu entkeimen, aber sie verringern auch in größeren Becken immerhin etwas den Keimdruck. Andere positive Auswirkungen habe ich keine bemerkt. Man muss sich halt bewusst machen, dass diese kleinen UVC-Entkeimer keine Wunder bewirken können, gegen einen massiven Krankheitsausbruch auch nicht, denn dafür sind sie zu klein dimensioniert.

Das Prinzip ist immer das selbe. Ich such mir einen Ort im Becken, Filter oder Filterabteil, wo ein unterschiedliches Wasserniveau herrscht und bohre ein Loch, so das die obere Öffnung der UVC-Einheit gerade so durchpasst. Fixiert wird die Einheit anschließend mit einem großen O-Ring aus Silikon (der orangene Ring). Ob das Wasser von oben nach unten fließt oder umgekehrt ist dabei völlig egal. Eine geringer Wasserdurchsatz ist hier von Vorteil, weshalb meine Lösung im kleinen Flex absolut nicht optimal ist. Dort habe ich aber keine andere Lösung gehabt und hätte das Becken leeren müssen um die Einheit besser unterzubringen. Die Öffnungen der UV-Einheit müssen bei passivem Betrieb ab und zu gereinigt werden damit sie sich nicht zusetzen, war bei mir aber noch nie der Fall, außer wenn sich Algen in die Öffnung verirrt haben.

Solltest Du ebenfalls vorhaben so eine Sera-Einheit zu verwenden, musst Du unbedingt die Lampe auf Funktion testen, bevor Du sie einbaust. Viele der Lampen funktionieren von Haus aus nicht... Zur Kontrolle einfach durch eine der Öffnungen kontrollieren ob die Lampe auch leuchtet. Die Status-Led am EVG leuchtet auch wenn die Lampe dunkel bleibt, ist also absolut nicht zur Kontrolle brauchbar.



LG

Andreas
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Dienstag, 8. Mai 2018, 10:41

Vielen Dank für die Antworten!

Deinen Einbau muss ich mir glaube ich noch genauer ansehen, aber mal blöd nachgefragt, was für einen UW Klärer nutzt Du im 50L Becken?

VG Martin

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Donnerstag, 10. Mai 2018, 11:31

Hi,
die genannte UV-c Einheit gibt es auch als Ersatzteil zb. hier.
Ist aber teurer als ein Filter mit UV-C.
lG Tom
--------------------------------------------
Becken1: 180x70x65 Raumteiler
3x Tunze Stream 6100/ Multicontroller /OSCI Motion
4x Mars Aqua Led 165/102W ,130W DiY LED
Abschäumer RE Mini Bubble King 200
Schuran Jetstream 1

Becken2: Trigon 350
2x Tunze 6025
1x Mars Aqua 300/188W
Balling

8

Freitag, 11. Mai 2018, 16:24

Im 50 Liter-Becken (Fluval Flex) habe ich die Einheit einfach in den Rückförderkreislauf vom Technikabteil ins Haupt-Becken eingebunden (viertes Bild). Die Einheit hat unten einen normalen 12/16er Anschluss und in den Auslass passt genau ein PVC-U-Rohr mit 20mm.

Im Endeffekt reicht aber immer die Einheit und eine kleine Pumpe zum Durchpumpen. Hier passt jede Pumpe mit 12/16er-Auslass und recht geringem Wasserdurchfluss.



LG

9

Mittwoch, 16. Mai 2018, 12:43

Danke Visas

Es tut mir leid, aber ich muss jetzt blöd im Detail nachfragen...

Ich habe auch den Tunze 9004/3163 für mein Vision260, hatten wir eh schonmal geschrieben, dementsprechend käme mir die Methode wie bei deinem Reefpack natürlich sehr entegegen.

Aber mir ist nicht klar woher Du beim Reefpack so wie der Klärer bei dir verbaut ist zu Wasserdurchsatz kommst?

Der Zulauf ist oben am Skimmer, der Ablauf 10cm weiter unten in die Front des Reefpacks gebohrt, aber ich sehe da weder eine Pumpe noch einen Höhenunterschied bezüglich Wasserstand, der ein absinken/ablaufen des höheren Wasserstandes durch den UV-Klärer bewerkstelligen würde.

Ich vermute meine Skizze kommt hin, aber eigentlich dürfte sich da ja fast nichts tun, oder hast du irgendwo noch was versteckt? :D

Danke!

VG

Martin
»Marty102« hat folgende Datei angehängt:
  • Reefpack.png (12,47 kB - 1 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. Mai 2018, 16:28)

10

Mittwoch, 16. Mai 2018, 16:05

Hi Martin,

deine Skizze passt so nicht!

Das obere große Loch der UV-Einheit MUSS nach außen zeigen, denn dort wird das Wasser in den Filter gesaugt. Ob das Loch vorne oder seitlich liegt is völlig egal. Der kleine Schlauchanschluss unten an der UV-Einheit wird einfach abgesägt und nicht nach außen geführt, sodass das abgesägte Ende der UV-Einheit fast komplett auf der Lochplatte im Filter unten aufliegt. Die Höhe des oberen Lochs muss also recht genau eruiert werden.

Du brauchst deshalb keine Pumpe, da der 3163 ja bereits eine Pumpe besitzt. Der 3163 saugt das Wasser standardmäßig über den Überlauf oben und über das Ansaugrohr unten hinten an. Der UV-Klärer (obere Öffnung) ist zwar unterhalb der Wasseroberfläche, trotzdem entsteht ein ausreichender Durchfluss. Die Pumpe des 3163 saugt das Wasser komplett über die darüber liegende Gitterplatte an, also immer von oben nach unten. Und genau diese Strömung greift auch bei der UV-Einheit, auch wenn der Wasserstand im Filter nicht wirklich tiefer liegt als im Becken. Die so entstehende Strömung ist mehr als ausreichend. Ich schätze diese auf rund 150 Liter die Stunde bei sauberen Filtermedien, dass ist für einen so kleinen UV-Klärer mehr als genug. Allerdings hat die Konstruktion einen Nachteil. Wenn die eingebrachten Filtermedien sich zusetzen, dann steigt der Durchfluss in der UV-Einheit stark an. Daher sollte man den Filter nicht zu sehr verdrecken lassen, die Kontaktzeit zwischen Wasser und UV-C wird sonst deutlich zu kurz.

Ich hoffe es ist jetzt einigermaßen klar ,-)

LG

Andreas

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