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Montag, 11. Dezember 2017, 19:47

Ein Mittelmeerbecken, wie ich es mir vorstelle

Moin,

hier sei in Kürze mein neues Mittelmeerbecken vorgestellt! Nach meinem letzten Umzug konnte ich ein Aquarium mit den Maßen 1,80m X 60 X 60 realisieren. Eingerichtet wurde es mit einer Back-To-Nature Rückwand, künstlichen und echten Korallenskeletten, Amphoren aus der Aquaristik-Dekoabteilung und mit Aquariensand als Bodengrund.
Aus dem Vorgängerbecken übernahm ich Lavastückchenmit Filterbakterien und Würmern, die mir den Bodengrund durcharbeiten.
Das Wasser wird mit zwei externen Filtern gereinigt, sowie von einem Sander-Eiweißabschäumer einfachster Bauart behandelt. Außerdem ist noch eine starle Strömungspumpe hinter der Rückwand eingebaut, die so etwa 3000 Liter pro Stunde durchs Becken pustet.
Wasserwechsel werden einmal im Monat meist mit echtem Seewasser durchgeführt; ich kann im Bedarfsfall aber auch künstliches Meerwasser herstellen.
Alle Pumpen und der Abschäumer wurden hinter die Rückwand gesetzt, so dass man nur "Natur" sieht. So stelle ich mir das vor.
Zum Besatz: Einige Blutlippengrundeln (Gobius cruentatus), ein Schriftbarsch (Serranus scriba), ein Sägebarsch (Serranus cabrilla), 2 Mönchsfische (Chromis chromis), etliche Spitzbrassen (Diplodus puntazzo), eine Streifenbrasse, eine Languste, einige Goldstriemen, ein paar Meeräschen, zwei Wollkrabben der Gattung Dromia, etliche Pazifische Uferkrabben und diverse Einsiedler. Aus der Tropenaquaristik habe ich mir jetzt noch ein Paar Stenopus hispidus besorgt, weil Stenopus spinosus aus dem Mittelmeer leider nicht zu bekommen ist.
Anbei ein paar Bilder:

LG, Sven! :angel:

PS: Die größte Spitzbrasse ist zurzeit etwa 20cm groß; zu groß gewordene Brassen reiche ich an öffentliche Aquarien weiter.
2.PS: Und Gott sei Dank haben wir in Deutschland nicht so strenge behördliche Auflagen, wie das in Österreich der Fall zu sein scheint...
»Sven Gehrmann« hat folgende Dateien angehängt:

2

Montag, 11. Dezember 2017, 23:44

Hallo Sven,

Deim Mittelmeer-Fischbecken finde ich sehr schön! Wie beim Schnorcheln in Kroatien. Auch die Einrichtung gefällt mir gut, obwohl ich eigentlich kein großer Freund von toten Korallenstöcken bzw. deren Nachbildungen bin =)

Was genau meinst du mit den "strengen behördlichen Auflagen", die vorgeschriene Aquariengröße?

Viele Grüße,

Alex :]

3

Dienstag, 12. Dezember 2017, 08:13

Moin Alex,

wir hatten da vor kurzem im Forum so einige Diskusionen über Fisch- und Aquariengrößen... Dieser Thread versteht sich auch so ein bißchen als Fortsetzung von dem Thread "Diskutive Plauderei über die Ethik der Meeresaquaristik"

Tote Korallen: Na ja, lebende Mittelmeerkorallen sind sehr schwer zu bekommen. Würde auch wenig Sinn machen, da diese mit Sicherheit oft lokal geschützt sind, was auch gut ist.
Ein bißchen Deko soll aber sein; diese steigert als Deckungsmöglichkeit auch das Wohlbefinden der Fische.

LG, Sven!
»Sven Gehrmann« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sven Gehrmann« (12. Dezember 2017, 08:34)


4

Dienstag, 12. Dezember 2017, 10:12

Hallo Sven!

Ich kann die Art und Weise, wie Du Fische pflegst, nur zur Kenntnis nehmen.
Gutheißen kann ich sie nicht. In diesem Aquarium befinden sich zu viele und zu große Fische. Also kein Mittelmeerbecken, wie ich es mir vorstelle.

Liebe Grüße

Harold
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

5

Dienstag, 12. Dezember 2017, 14:52

Hi,
Dort wo wir tauchen sieht es (zum Glück) deutlich anders aus. Ein Mittelmeerbecken würde ich mir anderes vorstellen. Zum Glück wurde hier im Forum schon das eine oder andere bessere Beispiel vorgestellt.
Kann mich Harold nur anschließen: zu viele zu große Fische.
lg,
Sonja

6

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 07:54

Moin,

na ja, wie ich schon ganz beiläufig erwähnte, reiche ich zu groß gewordene Exemplare weiter. Die Tiere fühlen sich sichtlich wohl und zeigen dieses auch mit Farbe und Verhalten.
Harold bringt sich Fische von 1cm Länge mit und bringt sie mit 3cm Länge wieder zurück ins Meer.
Aber etwa die Goldstrieme Sarpa salpa zeigt ihr schönstes Farbkleid erst ab etwa 12cm Größe. Oder die Brandbrase Oblada melanura bekommt auch erst ab 10cm Größe rote Flossen, die man bei den Jungtieren ganz vermisst...
Ich finde es sehr schade, dass sich bisher mit den Meerbrassen nur sehr wenige Aquarianer beschäftigt haben, obwohl sie hübsch und interessant sind.
Übrigens ist es auch so, dass man viele Exemplare von Brassen pflegen sollte, um Aggressionen zu verhindern; das ist hier so ähnlich wie bei den Cichliden des Malawisees.
Das einzige Problem, das man hier hat, ist die Aufrechterhaltung einer guten Wasserqualität. Und da ich ja echtes Meerwasser ohne Ende zur Verfügung habe, klappt das auch.
Übrigens lasse ich meine Fische in meine Becken hineinwachsen; d.h. ich käme nie auf die Idee, einen wild gefangenen 30cm Brocken reinzutun.
Bisher gibt mir der Erfolg recht.

LG, Sven!

7

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 08:52

Als schlechtes Beispiel für das Verhalten eines Aquarianers kann man diesen Thread durchaus stehen lassen, denn sonst müsste man ihn löschen! 8o
Gruss aus der Schweiz
Ruedi

8

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 09:16

@Ruedi:

Wegen Beiträgen wie Deinen schreibt hier keiner mehr was über die Haltung von Fischen. Sehr schade, dieses sinnfreie und nicht konstruktive Bashing!

LG, Sven!

PS: Ich überlege es mir, ob ich hier künftig noch irgendwas peisgebe. Warum sollten andere was davon haben?

9

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 11:02

Nun ja, Sven -

irgendwie war es aber vorhersehbar. Du kennst die Linie dieses Forums und zeigst dann ein Aquarium, das mit zu großen und verhaltensmäßig ungeeigneten Fisch vollgestopft ist.

Wenn Du (quasi als Rechtfertigung bzw. Erklärung) schreibst:

Zitat

Die Tiere fühlen sich sichtlich wohl und zeigen dieses auch mit Farbe und Verhalten.
(...)
Aber etwa die Goldstrieme Sarpa salpa zeigt ihr schönstes Farbkleid erst ab etwa 12cm Größe. Oder die Brandbrase Oblada melanura bekommt auch erst ab 10cm Größe rote Flossen
(...)
Bisher gibt mir der Erfolg recht.

dann sind das genau die Argumente, die man auch von Pflegern von Doktor-, Drücker- und Großkaiserfischen zu lesen bekommt.

Wie schön würde ich Dein großzügig dimensioniertes Aquarium finden, wenn es der Lebensraum von Schleimfischen, Grundeln oder aber auch einer Gruppe junger Chromis chromis (die nur im Jugendalter eine schöne Färbung zeigen), vielleicht zusammen mit jungen Schriftbarschen oder auch kleinen Zackenbarschen wäre.
Ich denke, dass der Denkansatz "Großes Aquarium = große Fische" nicht der richtige ist, wenn man naturnahe Aquaristik betreiben will.
So aber - und verzeihe mir bitte den Vergleich - erinnert mich Dein Aquarium an ein Forellenbecken im Restaurant oder beim Speisefischhändler.

Und:

Zitat

Ich überlege es mir, ob ich hier künftig noch irgendwas peisgebe. Warum sollten andere was davon haben?

Ich finde Deinen Thread und damit die Vorstellung Deines Aquariums wichtig. Denn damit ist Diskussion möglich. Und es wird ja nicht Sven Gehrmann, sondern sein Aquarium diskutiert.

Liebe Grüße

Harold
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

10

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 11:39

Hallo Harold

Ich stelle schon das Verhaltens des Aquarianers hier in Frage.

Für mein Verständnis übernimmt ein verantwortungsvoller Tierhalter grundsätzlich eine Verantwortung für ein Tier über dessen ganzen Lebenszyklus, also bis zum "natürlichen" Lebensende.

Daher habe ich immer propagiert: kauft Fische, welche im ausgewachsenen Zustand in das aktuelle Aquarium passen.
Es kauft sich ja auch niemand einen jungen Hund und wenn er dann (zu) gross wird, wird er einfach weiter gegeben.

Nun noch was zum Besatz: Die meisten der hier gezeigten Fische habe ich beim Tauchen im Mittelmeer ausschliesslich in grossen Schulen gesehen, welche in weiten Strecken unterwegs sind.
Ich nenne solche Fische Vagabunden, und Vagabunden sollte man ganz einfach nicht einsperren!

Achja, und keine 600 Liter Schwimmraum ist für diese Fische ganz sicher kein grosses Aquarium.

Und die aufgeblasenen Igelfische über dem Aquarium habens zum Glück schon hinter sich.
Gruss aus der Schweiz
Ruedi

11

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 20:25

Moin Ruedi,

offensichtlich hast Du meinen Thread nicht richtig gelesen. Denn dann hättest Du gemerkt, dass ich äußerte, dass ich zu groß gewordene Fische weitergebe. Was ich Dank meiner Beziehungen auch bereits mehrfach getan habe. Fische bis an ihr Lebensende einzusperren liegt mir fern. Eher favorisiere ich den Gedanken der "Ausleihaquaristik".
Und irgendwann kommt dann halt was Neues.
Was jedoch bei so einem Becken nicht ohne ist, ist die Reinhaltung des Wassers. Glücklicherweise kann ich sogar mit echtem Seewasser aufwarten; auch mache ich stets größere Wasserwechsel von deutlich mehr als 100 Litern Volumen.
In meinem Fokus stehen nunmal die Fische - übrigens habe ich in dem Becken auch einen Schleimfisch. Dieser hat hier ein schönes großes Revier!

LG, Sven!

@Harold:
PS: Die Linie eines Forums? Gibt es hier Statuten? Ist mir was entgangen? Oder ist das, was eine fragile Mehrheit einer "Community" denkt, stets Richtschnur für alle anderen?
Ich finde das sehr schwierig, so zu argumentieren. Und ich gebe zu bedenken, dass die Meerwasseraquaristik von ihren Anfängen bis heute immer sehr starken Wandlungen unterworfen war (und da reden wir erst mal nur von Deutschland oder Europa, und nicht von Amerika, wo sich jeder einen frei schwimmenden Hai in der Shopping-Mall kaufen kann...). Sollte meine Beckenvorstellung zu aufregend für dieses Forum gewesen sein, bitte ich darum, dass dieser ganze Thread ersatzlos gelöscht wird.

12

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 21:20

Hallo Zusammen =)

Als ich oben meinen Kommentar geschrieben habe, dass mir das Becken (optisch) gut gefällt, habe ich beim Anblick der Bilder bereits erwartet, dass es hier eine ausführliche Diskussion geben wird. Ich lese ja nun schon eine Zeit lang hier mit und habe ein Gefühl dafür bekommen, was in der Meerwasseraquaristik an Fischbesatz als legitim empfunden wird. Was mich nur wundert: Ich beschäftige mich ja schon seit meiner Kindheit mit der Süßwasseraquaristik, und mir fällt auf, dass es eine extreme Diskrepanz zwischen beiden Sparten gibt, was den Fischbesatz gibt. Klar kann man argumentieren, dass das Meer ein viel größerer Lebensraum ist als viele Süßgewässer, und viele Fische diese "unendliche" Weite auch nutzen. Allerdings glaube ich auch kaum, dass ein Schwarm Roter Neons in einem Nebenfluss des Amazonas seinen Aktionsradius auf eine Fläche von 60x30cm beschränkt, wie er es in vielen Heimaquarien muss. Auch wenn man die Beckengrößen an sich betrachtet, wer hat denn schon ein Süßwasserbecken mit mehr als 200l Inhalt? Im Meerwasserbereich sind 200l noch fast "Nano".

Würde man die hier gültigen Maßstäbe auch im Süßwasser anwenden, so wären doch bestimmt 90% aller Aquarianer Tierquäler! Zudem würden viele Süßwasseraquarien geradezu "tot" aussehen, hätte man nicht diverse Fische darin. Man sehe sich nur manche Buntbarschbecken an. Ob das richtig oder falsch ist sei dahingestellt...

Was ich damit sagen möchte ist keineswegs dass Svens Fischbesatz in Ordnung geht, und auch nicht dass ich es selber so machen würde. Und natürlich wird "Schlechtes nicht besser wenn man es mit Schlechterem vergleicht", aber dennoch werden Heimaquarien, egal ob Süß- oder Salzwasser, für die Haltung von (Freiwasser-)-Fischen, die ja viel Schwimmraum brauchen, immer einen Kompromiss darstellen. Wahrscheinlich gefällt es keinem Tier, auf relativ kleinem Raum eingesperrt zu sein.

Ich hoffe ich trete hier niemandem zu Nahe, und ich betone nochmals ausdrücklich, dass ich NICHT die Meinung vertrete, dass man ein Aquarium mit Fischen vollstopfen soll (und das selbst auch nicht mache!). Mir geht es lediglich um eine differenzierte Sichtweise auf das Thema.

Viele Grüße,

Alex :]

13

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 23:05

Hallo Sven,
ich habe mich ja in letzter Zeit ziemlich zurück gehalten, aber was Du hier von Dir gibst, das ist das Wissen um die Aquaristik der 1970ger und 80ger Jahre. Genau so sieht Dein Aquarium auch aus. Deine Philosophie über die Haltung der Fische sind für mich völlig unverständlich. Hier hast Du Dich ziemlich bloß gestellt und bist offensichtlich noch stolz. Anbei mal ein Foto von einem Mittelmeeraquarium von Karl Guba aus Wien.
MfG Helmut
»Helmut« hat folgende Datei angehängt:
  • 1.jpg (106,97 kB - 133 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. August 2018, 23:31)

14

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 07:21

Hallo Alex!

Ich gebe Dir in allem, was Du geschrieben hast, Recht.

Ein bissl ins Detail gehend:

Zitat

mir fällt auf, dass es eine extreme Diskrepanz zwischen beiden Sparten gibt, was den Fischbesatz gibt. (...) Allerdings glaube ich auch kaum, dass ein Schwarm Roter Neons in einem Nebenfluss des Amazonas seinen Aktionsradius auf eine Fläche von 60x30cm beschränkt, wie er es in vielen Heimaquarien muss

Absolut richtig! Auch in der Süßwasseraquaristik präferiere ich die Beschränkung. Und was Neons in einem 54 Liter Aquarium (Grundfläche 60 x 30 cm) sollen, erschließt sich auch mir nicht. Und wo es möglich ist, rede und schreibe ich dagegen an.

Zitat

Würde man die hier gültigen Maßstäbe auch im Süßwasser anwenden, so wären doch bestimmt 90% aller Aquarianer Tierquäler!

Naja - vielleicht nicht Tierquäler, sicher aber unsachgemäße Tierhalter.

Zitat

dennoch werden Heimaquarien, egal ob Süß- oder Salzwasser, für die Haltung von (Freiwasser-)-Fischen, die ja viel Schwimmraum brauchen, immer einen Kompromiss darstellen. Wahrscheinlich gefällt es keinem Tier, auf relativ kleinem Raum eingesperrt zu sein.

Ja. Von Freiwasserfischen auf jeden Fall. Viele Fische, die substratgebunden oder sehr ans Territorium gebunden leben, kann man meiner Ansicht nach im Aquarium schon einen annehmbaren Ersatz bieten.

Liebe Grüße

Harold

Und zu Sven:

Zitat

Sollte meine Beckenvorstellung zu aufregend für dieses Forum gewesen sein, bitte ich darum, dass dieser ganze Thread ersatzlos gelöscht wird.

Deine Beckenvorstellung war keineswegs zu "aufregend" fürs Forum. ganz im Gegenteil! Schau doch, welch gute Diskussion sich daraus ergeben hat.

Lieben Gruß

Harold
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

15

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 08:01

Moin,

der Mutige ist halt der Dumme! War ja schon immer so. Mir ist das völlig egal, ob irgendwer meint, das sei 1970er oder 1980er Aquaristik.
Fakt ist, dass sich offensichtlich niemand ernsthaft mit dem Betrieb eines reinen Fischbeckens beschäftigt... (Gut, ein paar Krebse habe ich auch mitdrin).

@Helmut:
Dein Vergleich mit einem Wirbellosenbecken von Karl Guba ist ja wohl völlig daneben. Ich schätze Karl Guba und seine hohe Kunst sehr. Und es kommt nicht von ungefähr, dass in solchen Aquarien so gut wie keine Fische gehalten werden. Frag ihn doch mal, warum wohl?

Aquariengröße: Tja, das ist ein echtes Dilemma. Mein Lieblingsbeispiel ist die Haltung der Scholle Pleuronectes platessa, die man hier an der Küste fast überall in öffentlichen Aquarien sieht. Sie schwimmt mit dem Gezeitenstrom täglich etwa 20 Kilometer weit. Nur welche Einrichtung bitteschön gewährt einer Scholle einen solchen Auslauf?

Speisefischaquaristik? Sowas weise ich zurück. Alle meine Tiere wurden als kleine Jungtiere gefangen und sind in meine Becken hineingewachsen. Sie werden von mir auch nicht verbraten, wenn sie zu groß geworden sind. Vielmehr reiche ich sie dann weiter.

Überbesatz: Mag sein, dass es momentan so aussieht. Aber das Gesetz des Beckens hat bisher noch nicht zugeschlagen. Und natürlich werde ich handeln, sobald dieses notwendig werden sollte. (Unter dem Gesetz des Beckens verstehe ich Folgendes: Ein Aquarium mit bestimmten Rahmenbedingungen X lässt nur eine bestimmte Anzahl an Tieren zu. Wird sie überschritten, reguliert sich der Besatz von alleine auf einen geringeren Besatz. Setzt man dann noch einen Fisch hinzu, stirbt dafür ein anderer, oder der neue Fisch macht es nicht. Dieses Gesetz kann man kaum beeinflussen. Es gilt in der Süß- und in der Meerwasseraquaristik universell.)

Na ja, vielleicht wird ja aus diesem Thread doch noch eine interessante Diskussion...

"Fischhalter" scheinen sich daran allerdings wohl eher nicht beteiligt zu haben. Schade, offensichtlich gibt es diese hier gar nicht! ?(

LG, Sven!

16

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 10:23

Hallo Sven!

Zitat

Ich schätze Karl Guba und seine hohe Kunst sehr. Und es kommt nicht von ungefähr, dass in solchen Aquarien so gut wie keine Fische gehalten werden.

Doch! Er hatte (Vergangenheit deshalb, weil er dieses Aquarium nicht mehr hat bzw. nicht mehr mit Meerwasser betreibt) eine Gruppe kapitaler Anthias anthias und noch etliche Kleinfische drin. Aber natürlich: Gemessen am Volumen des Beckens (1.700 Liter) wenige Fische.

Zitat

Speisefischaquaristik? Sowas weise ich zurück.

So kam das nicht von mir. Bzw. meinte ich es nicht in dieser Weise. Der Vergleich zum "Forellenaquarium im Restaurant" bezog sich auf die Fischdichte im Aquarium. Und war ein zugegebener Maßen pointierter Vergleich.

Zitat

Aber das Gesetz des Beckens hat bisher noch nicht zugeschlagen. (...) (Unter dem Gesetz des Beckens verstehe ich Folgendes: Ein Aquarium mit bestimmten Rahmenbedingungen X lässt nur eine bestimmte Anzahl an Tieren zu. Wird sie überschritten, reguliert sich der Besatz von alleine auf einen geringeren Besatz. Setzt man dann noch einen Fisch hinzu, stirbt dafür ein anderer, oder der neue Fisch macht es nicht. Dieses Gesetz kann man kaum beeinflussen. Es gilt in der Süß- und in der Meerwasseraquaristik universell

Diese Definition des "Gesetzes des Beckens" ist einzigartig! Zumal sie meiner Ansicht nach nicht stimmt (siehe Forellenaquarium).

Zitat

"Fischhalter" scheinen sich daran allerdings wohl eher nicht beteiligt zu haben. Schade, offensichtlich gibt es diese hier gar nicht!

Die von Dir als Fischhalter bezeichneten Menschen (Denn tatsächlich ist ja jeder Aquarianer, der Fische pflegt, ein "Fischhalter". Aber ich weiß, wie Du es meinst.) gibt es sicher auch hier im Forum. Ich denke aber, dass die sich hier nicht äußern wollen. =)

Liebe Grüße

Harold
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

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Donnerstag, 14. Dezember 2017, 11:05

@ Helmut
Das Becken ist quasi die Mona Lisa der (Mittel)meeraquaristik, diese Trauben hängen schon sehr hoch ;-)

LG

P

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Donnerstag, 14. Dezember 2017, 11:26

Hallo Paul!

Zum Aquarium von Karl GUBA:

Zitat

Das Becken ist quasi die Mona Lisa der (Mittel)meeraquaristik, diese Trauben hängen schon sehr hoch ;-)

Da gebe ich Dir absolut Recht!
Und leider existiert dieses Aquarium nicht mehr.

Liebe Grüße

Harold
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

19

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 11:55

Hallo Sven,
daß Du Dich bei Karl Gubas Aquarium täuschst hat Harold schon geschrieben. Aber Zum Beweis noch ein ein Foto und dann ist es für mich gut. Zu Deinen eigenartigen Gedanken will ich mich mal nicht weiter äußern, zumal sie in deutlicher Diskrepanz zu Deinen sonstigen sonstigen Ergüssen stehen.
Mahlzeit!
»Helmut« hat folgende Datei angehängt:

20

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 12:34

Vermutlich wäre es dann eine "Themenverfehlung" bezüglich Mittelmeerbecken, aber ich finde es zu "grau in grau".

Aber das ist sicherlich reine Geschmackssache, ich mag mein Salzwasserbecken aufgrund dessen, dass es so farbenfroh ist.

Irgendwie sieht es ein wenig trostlos aus, das von Helmut gepostete gefällt mir z.B. deutlich besser, weil es einfach "fröhlicher" wirkt.


Aber das kann natürlich jeder machen wie er will, nicht jeder würde einen pinken Regenmantel tragen :)

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