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1

Dienstag, 23. Januar 2018, 12:51

Präparation von Fischen - oder: wie lebt mein Liebling ewig weiter?

Moin,

ich denke, dass jeder Fischfreund eines Tages vor den sterblichen Überresten seiner Lieblinge steht. Und in manchen Fällen denkt man vielleicht über eine Konservierung nach.
Das ist gar nicht so einfach! Vor allem, wenn man die natürlichen Farben erhalten möchte. Nach vielen Experimenten bin ich nun darauf gekommen, es mit der Kombination zweier Methoden zu versuchen: Erst Alkohol oder Formalin, danach Epoxid! Hier ein paar Ergebnisse:

PS: Und ehe jetzt wieder irgendwelche PETA-Aktivisten sich zu Wort melden: Ich bringe keine Tiere um, um sie zu konservieren! In diesem Fall handelte es sich um verendete Kutterbeifänge, keine Aquarientiere!
»Sven Gehrmann« hat folgende Dateien angehängt:

2

Dienstag, 23. Januar 2018, 12:53

...und noch ein paar:
»Sven Gehrmann« hat folgende Dateien angehängt:

3

Mittwoch, 24. Januar 2018, 14:56

Hallo Sven,

interessante Sache!
Zu:

Zitat

Das ist gar nicht so einfach! Vor allem, wenn man die natürlichen Farben erhalten möchte

Das würde heißen, dass Du die hier abgebildeten präparierten Tiere mit diesen Farben vom Kutter bekommen hast. Denn die natürlichen Farben sind das ja nicht.

Und:

Zitat

Und ehe jetzt wieder irgendwelche PETA-Aktivisten sich zu Wort melden

Ist das hier schon einmal passiert?

Liebe Grüße

Harold
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

4

Mittwoch, 24. Januar 2018, 20:16

Moin,

na ja, zu einhundert Prozent komme ich noch nicht an die natürlichen Farben ran, bin aber dicht dran! Vor allem bei Hering und Seequappe! Heringe sind unter anderem deshalb so schwer zu erhalten, weil sie so fettreich sind... (Alle meine Kutterfänge sind relativ dicht an der natürlichen Vorlage).
Außerdem muss man erstmal geeignete Gussformen finden, da es diese speziell für meine Anwendungen kaum gibt. Und man muss mehrchichtig gießen, das richtige Mischungsverhältnis haben etc. pp.! Ein ganz eigenes Hobby. Aber das Ergebnis ist oft besser als die dauerhafte Aufbewahrung in Alkohol oder Formalin.

LG, Sven!

5

Donnerstag, 25. Januar 2018, 11:07

Hallo Sven,

nette Hobby-Präparate.

Da ich in Ausbildung und Beruf viel mit Präparatoren zu tun hatte: Professionell arbeitet man heute überwiegend mit kolorierten Abgüssen. Das betrifft Fische, Amphibien und auch Reptilien. Vom möglichst frisch toten Tier, das entsprechend hergerichtet und montiert wurde, wird eine Silikonform hergestellt, die dann entsprechend geöffnet werden muss. In diese Form wird eine Gießmasse eingegossen um ein Positiv zu erhalten und dieses wird dann lasierend koloriert. Echte Künstler ihres Fachs wie Ernst Paulduro stellen so Abgüsse her, die auf dem Foto nicht vom Original zu unterscheiden sind.

Gruß

Hans-Werner

6

Freitag, 26. Januar 2018, 11:38

Moin Hans Werner,

das ist ja schön und gut, aber da kann ich mir bei Amazon auch gleich Plastikfische ordern...
(Deshalb lehne ich auch Ausstopfen mit Airbrush-Technik grundsätzlich ab.)
Es ist sehr schwer, bei Trockenpräparaten Farben zu erhalten. Letztes Jahr präparierte ich immerhin einen Roten Knurrhahn, der jetzt immer noch blaue Bauchflossen hat.
Von sowas träume ich!

LG, Sven!

7

Freitag, 26. Januar 2018, 14:02

"Von sowas träume ich!"

Sven der Norman Bates der Fische ;-)

Hi

Interessantes Hobby das du da hast.
Am Foto schauen die Präperatue wirklich nicht schlecht aus.

LG

Paul

8

Freitag, 26. Januar 2018, 20:19

Moin,

ne, ich bin nur des Normans kleiner Bruder;-)... :D :D :D

Spaß beiseite: Wenn man ab und zu mal einen toten Fisch auseinanderbaut, lernt man immer etwas dazu. Jedenfalls ist das oft anschaulicher als schlaue Bücher!

Die Erhaltung/Präparation ist eine Wissenschft für sich. Es gibt unzählige Methoden etc. . Ein abendfüllendes Thema!

LG, Sven!

9

Dienstag, 30. Januar 2018, 19:27

Moin,

da gäb´s noch die Plastination, also das Durchtränken mit einer Festigkeit verleihenden Substanz nach dem Fixieren und Entwässern. Bekannt sind die plastinierten menschlichen Präparate von Gunther von Hagens. Ob er aber der Erfinder der Plastination ist? Das Durchtränken mit Paraffin ist eigentlich recht alt und wird auch für Mikrotomschnitte verwendet.

Grüße

Hans-Werner

10

Mittwoch, 31. Januar 2018, 07:45

Moin,

Das Problem der Plastination liegt in der "Entwässerung". Durch diesen Vorgang werden mit sehr großer Sicherheit Farben und Formen zerstört. Und dann denken wir wieder über Coloration und ähnliches nach... Alles nicht meine Intention!
Außerdem sind das auch sehr aufwändige Verfahren, die ein sehr komplexes Fachwissen voraussetzen.
Das ist dann für mich der berühmte Schritt zu weit; denn so viel Zeit und Platz habe ich auch nicht!

LG, Sven! :angel:

11

Mittwoch, 31. Januar 2018, 20:53

Gießling misslungen und doch gelungen...

Moin,

hier noch ein Gießling, der mir etwas mißlang, weil er "wellig" an der Oberfläche wurde. Es lag an der Gussform aus Silikon, die sich leider verformte(hätte sie von außen noch stabilisieren müssen). Aber: Jetzt sieht es so aus, als würden die Meeräschen an der Oberfläche Plankton jagen.
Misslungen gelungen! :D

Ein paar Kleinigkeiten werde ich an diesem Gießling noch reparieren, kein Problem!

LG, Sven!
»Sven Gehrmann« hat folgende Datei angehängt:

12

Donnerstag, 1. Februar 2018, 14:00

Das ist dann für mich der berühmte Schritt zu weit; denn so viel Zeit und Platz habe ich auch nicht!


Hallo Sven,

finde ich auch gut so, der Charm liegt im Imperfekten. :)

Gruß

Hans-Werner

13

Donnerstag, 1. Februar 2018, 18:23

Moin,

ich kenne einen Zoopräparator, der da noch ganz andere Sachen macht wie ich. Aber der hat auch eine Werkstatt und etwas mehr Platz...
Na ja, ich arbeite immer daran, besser zu werden.
Getreu der Devise des Philip Rosenthal: "Wer damit aufgehört hat, besser zu werden, hat auch aufgehört, gut zu sein."

LG, Sven!

14

Montag, 5. Februar 2018, 08:43

ich kenne einen Zoopräparator, der da noch ganz andere Sachen macht wie ich


Hallo Sven

... und ich dachte immer nur wir Östösterreicher sagen "wie" statt "als". Freut mich, dass es das auch im Norden gibt (ein unerschrockener Kämpfer für das "wie")

Solltest du viel Zeit haben, dann kauf dir ein paar Schleifgeräte, dann kannst du die Teile nachbearbeiten.

LG

P

15

Montag, 5. Februar 2018, 09:40

Hallo Paul!

Ein bissl off Topic - aber sei's drum:

Für die richtige Verwendung von "wie" und "als" gibt es genaue Regeln.
Sven hat das "wie" richtig angewendet:
Er macht ganz andere Sachen wie ich.
Er könnte aber auch schreiben:
Er macht die Sachen anders als ich.

Deutsch hat viele Stolpersteine für uns, und auch für mich.

Liebe Grüße

Harold
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

16

Montag, 5. Februar 2018, 09:57

Hallo Harold
Hallo Sven

Sorry, ich denke ich werde einen Deutschlehrer befragen.
Vergessen wir das.

LG

P

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »PaulK« (5. Februar 2018, 10:14)


17

Montag, 5. Februar 2018, 10:05

Alles klar, Paul!

Noch ein anderes Beispiel (bei Peter und Max handelt es sich um Kater):

- Peters Schwanz ist nicht so lang wie der von Max.
- Max' Schwanz ist länger als der von Peter.

=)
50 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

18

Montag, 5. Februar 2018, 15:49

Hallo zusammen,

ich hätte gesagt, ganz korrekt ist:

"Er macht es genauso wie ich."
"Er macht es ganz anders als ich" oder eben "er macht noch ganz andere Sachen als ich".

Das "wie" würde ich im letzteren Fall für umgangssprachlich halten, vielleicht kein Fehler aber auch nicht sehr formvollendet. Irgendwie wäre das auch ein innerer Widerspruch: "ganz anders" - "wie ich". Also watt nu? "Ganz anders" - oder "wie Du"? :D

Grüße

Hans-Werner

19

Montag, 5. Februar 2018, 19:56

Moin Jungs,

Ihr habt aber echte Probleme! Über sowas denke ich gar nicht nach! :D :ablach: :aua:
Na ja, wie dem auch sei: Hauptsache meine Ohrtoography stimmt! :angel: So einigermaßen, wenigstens!

Gieße mir gleich noch nen` flotten Marillenschnaps* hinter die Binde! :ablach: :angel: :ablach:

LG, Sven!

*Also Vorsicht: Möglicherweise verstehe ich auch alpländische Regionaldialekte! :angel:

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