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1

Dienstag, 6. Februar 2018, 15:30

Sinkgeschwindigkeit Granulatfutter

Hallo zusammen!

Ich frage mich immer wieder, ob die Sinkgeschwindigkeit der verschiedenen Granulatfutter-Sorten eigentlich nicht viel zu hoch ist? Flockenfutter verbleibt ja relativ lange in der Wassersäule, aber Granulat sinkt oft schon nach wenigen Sekunden zu Boden. Da speziell bei hochwertigen Herstellern fast nur noch Granulat zu bekommen ist (oder?), frage ich mich nach dem Sinn dahinter. Es wird oft beworben, daß Granulat weniger "Rückstände" erzeuge als Flockenfutter, z.B. weniger im Becken herumdrifttet und sich in Korallen verfängt. Aber das macht ja jedes Frostfutter auch und Fische, Garnelen etc. haben mehr Zeit, das Futter in der Wassersäule zu erwischen.

Wie seht ihr das?

Grüße Roland

2

Dienstag, 6. Februar 2018, 15:55

Gute Überlegung, Roland!
Mich hat das am Granulatfutter immer schon gestört.

Lieben Gruß

Harold
49 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

3

Dienstag, 6. Februar 2018, 18:28

Hallo,
Ich habe meinen Futterautomat beim Auslass einer Strömungspumpe montiert, die leicht zur Wasseroberfläche geneigt ist. Diese bleibt während der Fütterung in Betrieb. Dadurch wird das Granulat aufgewirbelt und sinkt nicht so schnell zu Boden. Außerdem jagen die Fische dem Futter nach und sind so beschäftigt und streiten nicht. Das Granulat das am Boden landet wird aufgepickt oder von den Einsiedlern und Co. weggeputzt.
Flocken fressen nur meine Chromis und mein nimmersatter Paletti, der dann regelmäßig das Zimmer unter Wasser setzt (trotz 20cm hohem Kranz am Aquarium). Deswegen bevorzuge ich das Granulat, vorwiegend in Größe Small, das sinkt auch nicht so schnell.

Liebe Grüße
Christian

4

Dienstag, 6. Februar 2018, 18:43

Hi,

Also ich füttere ausschließlich Granulatfutter als Trockenfutter (Fauna Marin). Bei mir haben so ziemlich alle Fische schnell begriffen, dass das Futter auch am Boden noch "erbeutet" werden kann. Es dauert zwar immer etwas bis neue Fische das begreifen, aber die alten Tiere machen es vor und die neuen lernen dann recht schnell. Und das trifft bei mir auf alle Fischgruppen zu, leider auch auf meine Salarias. Deshalb füttere ich nur mehr das Fauna Marin Spirulina, so bekommen sie zumindest nicht zu viel tierische Extranahrung ab.

Allerdings haben meine Fische ein Zeitgefühl, dass sie genau wissen wann der Futterautomat das Futter ins Becken kippt. So kommt es kaum vor, dass zu viele Körner den Boden überhaupt erst erreichen :D . Deshalb habe ich die Futtermenge so eingestellt, dass das meiste Futter direkt weggeputzt wird aber trotzdem genug für die am Boden lebenden Tiere absinkt.

LG

5

Dienstag, 6. Februar 2018, 18:51

Hallo,
das mit dem Zeitgefühl kann ich bestätigen. Kurz vor den Fütterungszeiten nehmen alle schon ihre Plätze rund um den Automaten ein. Allerdings schaut meine verfressene Bande auch sonst immer wieder dort vorbei, es könnte ja vielleicht zufällig doch noch öfter Futter kommen. :D :D :D

Liebe Grüße
Christian

6

Dienstag, 6. Februar 2018, 20:53

Moin!

In der Tat ist das eine interessante Fragestellung, wie schnell Futtermittel absinken. Je schneller, desto besto, meine ich! Weil sonst nämlich etliche Futteranteile in Überläufen verschwinden, wo sie dann unnötig verrotten. Oder Kleintiere ernähren, die davon leben. Aber davon müssten dann erstmal genug da sein...

Meine Fische bekommen Flocken und Granulatfutter, die ich wegen der verschiedenen Absinkgeschwindigkeit auch an verschiedenen Stellen verfüttern muss, damit nicht zuviel hinter die Kulisse geht... Es hat sich bewährt!

LG, Sven! :angel:

PS: Futterautomaten halte ich für problematisch. Denn: Sie müssen gewartet werden und manche Fische spritzen die Automaten auch nass, was zum Verkleben des Futters führen kann. Oder zum Korrodieren des Automaten, je nachdem... :(

7

Dienstag, 6. Februar 2018, 22:59

Hi,

ich verwende für das Fauna-Marin- und JBL-Granulat den Eheim Klassik Automat. Der hat sich für die beiden Granulatsorten bei mir bestens bewährt. Das Granulat hält bei mir darin Monate ohne zu verkleben oder gar zu verschimmeln. Ich gehe sogar soweit und gebe dem Granulat feines Algenpulver in den Automat hinzu. Das ist nach Monaten fast noch genauso wie beim hineingeben.

Ob das für andere Granulate ebenfalls so gilt kann ich natürlich nicht sagen, aber mir klappt es so perfekt. Spritzer kommen in den Eheim-Klassik so gut wie nie da die Öffnung ja wenn nicht gefüttert wird oben ist. Und die anderen Spritzer am Gehäuse reinige ich täglich, sofern welche vorhanden sind. Mit anderen Automaten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, deshalb kommt für mich kein anderer Automat mehr in Frage.

LG

Andreas

8

Mittwoch, 7. Februar 2018, 14:38

Hallo Roland,

meine Information ist, dass die Meerwasser-Granulate "kalt gepresst" (extrudiert) sind, während die Schwimmgranulate sich durch Dampf expandieren.

Bei Flockenfutter gibt es einige, die für eine angemessene Fischfütterung viel zu geringe Fettgehalte aufweisen. Das belastet das Wasser und auch den Fisch, der bei einem zu hohen Protein-Fett-Verhältnis Krankheiten schlechter übersteht. Das könnte an geringen Reserven an Speicherfetten der mager ernährten Fische liegen. Die richtigen Fette mit den hochungesättigten Fettsäuren EPA und DHA machen in frischem Zustand keine Fettleber. Zu lipoider Leberdegeneration führen zu viel Kohlenhydrate und ranzige Fette. Mit einem ausreichend fetten Granulat (z. B. 18 % Fette bei 54 % Protein, 1 : 3) gefütterte Fische sehen sehr glatt und gut proportioniert gerundet aus. Man sieht weder die Eingeweide durch die Haut noch wirken sie krankhaft aufgetrieben.

Edit: Sorry, wegen der Tetra Marin Flakes muss ich jetzt zurückrudern, habe gerade eine Analysen mit "nur" 8,5 % Fett gesehen, dachte es wären früher 12 % gewesen.

Gruß

Hans-Werner

P. S.: Habe ganz kurz mal nachgeschaut, die Söll Organix Marin Flakes haben einen relativ hohen Fettanteil, Arka und Vitalis Marin Flakes sind auch noch deutlich besser als die 5 oder 6 %, die man bei manchen Flockenfutter-Sorten antrifft. Es gibt sicher noch mehr, waren nur die paar ersten Treffer.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Hans-Werner« (7. Februar 2018, 14:54)


9

Mittwoch, 7. Februar 2018, 14:40

Super Informationen, Hans-Werner!
Danke dafür!
49 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

10

Mittwoch, 7. Februar 2018, 15:39

Hi Hans-Werner!

Danke für die Aufklärung!

Heißt das nun, dass das von mir hauptsächlich gefütterte Granulat (Fauna Marin Ultra Soft Spirulina) mit einem Verhältnis von 22% (Fett) und 59% (Protein) in dieser Hinsicht ok ist? Oder kann man generell davon ausgehen das die Problematik mit dem zu geringen Fettanteil ausschließlich die Flocken betrifft?


Edit: sehe gerade, dass das JBL-Granulat nur 4% Fettanteil hat. Davon werde ich also Abstand nehmen. Es wurde aber ohnehin nur in geringer Dosis zu Fauna Marin beigemischt. Es betrifft also auch Granulate...


LG



Andreas

11

Mittwoch, 7. Februar 2018, 19:39

Moin!

Hier mal die Werte meiner Granulate:

Kelp Pellets (Organix) von Söll: Protein: 40 %; Fett 14%

Mari Pearls von JBL: 38% Protein; 4% Fett

Pond Sterlet von JBL: 44% Protein; 12% Fett

Vergleiche ich die drei Granulate beim Füttern, dann treiben die Mari-Pearls am längsten noch für einige Sekunden an der Oberfläche, während die Kelp-Pellets schon etwas schneller sinken. Pond-Sterlet geht sofort unter(wurde ja auch für Bodenfische entwickelt; ausgezeichnetes Futter für meine Meerbrassen aus dem Mittelmeer, die es sich auch gerne vom Bodengrund aufsammeln).

LG, Sven!

12

Donnerstag, 8. Februar 2018, 09:53

Hallo zusammen,

ich denke, alles über 11 oder 12 % Fett ist akzeptabel, Protein : Fett von 3 : 1 ist auf jeden Fall ok, minimal 2 : 1, danach würde es übertrieben fett und vermutlich auch oxidationsempfindlich, sprich, es wird dann leicht ranzig, 2 : 1 erreicht aber glaube ich kein Trockenfutter. 59 : 22 wäre 2,7 : 1.

Grüße

Hans-Werner

13

Donnerstag, 8. Februar 2018, 10:46

Hi,

...das hochwertiges Futter nur als Pellets verfügbar ist, stimmt so nicht. Dieser Eindruck liegt vielleicht daran, dass viele automatisch immer zu den gleichen Herstellern greifen. Ich füttere mittlerweile seit Monaten Futter von Vitalis. Meiner Meinung nach, das beste momentan am Markt.
Warum? Angepasster Fettanteil, kaltgepresst, der pflanzliche Anteil besteht aus Meeresalgen (kein Spinat, oder ähnliches), das Futter wird nicht eingefärbt. Es gibt Softpellets in verschiedenen Größen, Flocken und mein Favorit den „Grazer“ . Mit schnell sinkendem Futter hab ich kein Problem, weil ich mein Becken ohne Sand betreibe, die Fische picken es auch vom Boden auf. Sogar mein Chelmon frisst es, wobei der den Grazer klar bevorzugt.
Futter welches zu lange an der Oberfläche treibt landet eh oft im Schacht.....wenn zu viel gefüttert wird bleibt auch etliches über, egal ob Flocke oder Pellet, wenn das Futter den Fischen nicht do recht schmecken will, fressen sie auch nur mäßig. Beim Vitalis wird alles gierig gefressen....


Mit freundlichen Grüßen

Roland
Raumteiler, beleuchtet mit ATI Hybrid, Red Dragon Speedy Rückförderpumpe, Minibubbleking 200, 3xTunze 6105 regelbar,Ozon, UV und Zeolith

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