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Freitag, 9. März 2018, 10:59

Material des Unterschranks

Hallo Ihr!

Ich mache mir gerade Gedanken zum Material des Unterschrank meines künftiges Aquariums.

Das AQ selber wird wahrscheinlich eine Größe von ca. 150x60x60cm haben. Da mir die Idee des Technikbeckens im Unterschrank ganz gut gefällt (obwohl ich die Angst eines evtl. Wasserschadens nicht ganz verdrängen kann) habe ich doch Bedenken den Unterschrank aus Holz zu fertigen. Egal ob Eigenbau oder Kauf - die Gefahr das die Spanplatten mit der Zeit aufquellen ist doch recht hoch oder nicht?

Kennt ihr Fälle bei denen der Unterschrank durch die Luftfeuchtigkeit (+Salz) unbrauchbar wurde und dies ggf. sogar den Bruch der Bodenglasplatte des AQ zufolge hatte?

LG Daniel

2

Freitag, 9. März 2018, 11:24

Den Unterschrank macht man typischerweise auch nicht luftdicht, alleine wegen der Schläuche und Kabel hast Du ohnehin hinten Löcher, dahingehend ist die Gefahr einen Feuchtigkeits-Span-Schaden zu haben eher geringer.

Da Du von Spanplatten redest vermute ich mal beschichtet in einer beliebigen Farbe/Muster, es bliebe Dir noch immer die Option Echtholz, oder Span/MDF-Feuchtraumplatten zu nehmen, die sind besser beschichtet und anders verklebt und imprägniert. (für Badezimmermöbel)

Da ich kein TB habe rede ich jetzt vielleicht groß, man möge mich bitte korrigieren, aber bei meinen Süßwasserbecken mit Filterung und Technick im Unterschrank, die auch nicht komplett abgeschottet war hatte ich weder beim 360 noch beim 260L Becken über 11 & 13 Jahre keinerlei "vermodern" im Unterschrank.

Von daher ist die Gefahr meines Erachtens eher gering.

Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst und da man beim reinigen doch immerwieder tropft, stell dir eine Kunststoffwanne unter die alles fängt und/oder kleide es schlimmstenfalls mit selbstklebender Folie aus, kostet fast nichts und bekommst Du im Baumarkt.

VG

Martin

3

Freitag, 9. März 2018, 12:13

Ein Unterschrank aus Holz ist eigentlich kein Problem sofern man einige Dinge von Anfang an richtig macht.

Erstens sollte er so gebaut sein, dass sich auch über einem längeren Zeitraum das Holz nicht verzeihen kann. Dazu gehören im Idealfall ausreichend viele, verstellbare Füße und ausreichend dicke Platten und passende Verstrebungen und Stützen. Zudem sollte man bei Vollholzplatten eine Holzart nehmen, welche sich nicht mehr stark von selbst mit der Zeit verzieht. Härteres Holz ist zudem tragfähiger als weiches Holz oder Spanplatten.

Dann sollte man den Schrank ordentlich versiegeln. Leuten, welche bereits aus Holz ein Terrarien gebaut haben, dürfte der Vorgang bekannt sein. Am besten versiegelt man alle inneren Flächen und Kanten mit passendem Epoxidharz oder Polyester (ich ziehe hier Epoxi den Polyester vor). Dieses kann man mit einem Pinsel großflächig auftragen, trocknen lassen und anschließend glatt schleifen. Die Anzahl der Schichten bestimmt hier die Haltbarkeitsdauer. Die letzten Schichten sollten dann aus Lack bestehen und auch über alle Scharniere und Metallteile gelegt werden. Zudem versiegle ich die inneren Stoßkanten zusätzlich mit einer Silikonfuge und baue je nach Schrankgröße einen passenden Lüfter ein. Der Ausschnitt muss dann natürlich auch versiegelt werden, diesen also am Besten gleich zu Beginn planen.

Das Alles ist zwar etwas Arbeit und auch recht zeitaufwändig, aber es zahlt sich aus. Solche Konstruktionen halten über viele Jahre (nahezu ewig) ohne die ersten Feuchtigkeitsschäden/Alterserscheinungen. Und wenn die ersten "Symptome" der Feuchtigkeit oder des Alters sichtbar werden (Risse in der Versiegelung), halten die Schränke immer noch ein paar Jahre bis sie dann getauscht werden müssen.

Aber auch Aluschränke (4-Kant-Rahmen und Plattenbleche), welche mit der reinen Feuchtigkeit kein Problem haben, leiden unter den Salzauflagerungen, sofern die Teile nicht lackiert sind. Die Salzkrusten greifen unlackiertes Alu an und zerstören dieses auch, wenn man das Salz nicht bei Zeiten entfernt. Allerdings dauert das sehr lange...

Ein lackierter Vollaluschrank ist mit Sicherheit eine der haltbarsten Lösungen, aber auch deutlich teurer als ein Holzschrank. Ich selbst will mir diesen Luxus nicht leisten und habe deshalb nur Unterschränke aus Vollholz mit der entsprechenden Versiegelung.

Es gibt dann noch die Schränke aus Edelstahl, aber damit habe ich keinerlei Erfahrungen.

Und Süßwasserunterschrankfilteranlagen verhalten sich komplett anders. Hier hat man das Problem mit dem sich auflagerndem Salz durch Aerosole nicht. Und da Salz bekanntlich Wasser anzieht, bildet sich überall auch Nässe, wo sich das Salz anreichert. Ohne Salz entstehen, abgesehen von einer höheren Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Schränken, keine Probleme mit reinem Süßwasser.



LG

Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Visas« (9. März 2018, 12:26)


4

Freitag, 9. März 2018, 12:17

Hi,

Pressspan würde ich auf jeden Fall auslassen!
Unser Schrank aus Echtholz (3-Schicht Fichtenplatte) hält die ca. 500kg des Beckens schon seit 10 Jahren ohne Probleme. Einzig: die Türschaniere rosten (da könnte man welche aus dem Segelboodbedarf nehmen, sollten besser sein).
Viele machen ihren Unterschrank aus Aluprofilen (die gibt es fertig zu kaufen), und verkleiden dann mit der gewünschten Platte / Farbe passend zum restlichen Zimmer. Damit ist die Stabilität gewährleistet und schön aussehen kann es auch.
Hoffentlich meldet sich noch jemand mit Selbstbau-Alu-Unterschrank bzgl. Bezugsquellen.

Wichtig: der Untergrund muss gerade sein (nicht nur ungefähr), und es empfiehlt sich eine Platte unter alles zu planen, um die Belastung gleichmäßig zu verteilen.

lg,
Sonja

5

Freitag, 9. März 2018, 20:58

Hallo

hab bereists 3 Schränke für Aquarien in den Größen um die 220, 620 und 720 liter gebaut.

der erste war für einen 60er Würfel ohne Technickbecken. verwendet hab ich 19mm Spanplatten die halten das locker. die Tür vorne mit normalen Schanieren wie bei den Möbeln. Mit lack in gewünschter Farbe gestrichen.

Becken 2 mit guten 600 Liter bekam ein Eisengestell aus 4cm 4Kantrohren geschweißt welche mit Furnierholzplatten verkleidet wurde mit Doppeltüre vorne.
Technickbecken mit 160Liter passte super rein, Einsengestell mit Bootslack gestrichen, Schrank belüftet durch einen PC Lüfter welcher die Luft rausgeblassen hat die durch die großen Kabelöffnungen rein kam. Luftfeuchtigkeit kaum mehr als im Wohnzimmer da Dauerlauf des nicht hörbaren Lüfters, welcher Peanuts kostet in Anschaffung und Verbrauch.

Schrank 3 für das aktuelle 700er Becken aus 8x14cm Pfosten welche ich noch übrig hatte, verkleidet mit Fichtenholz-Platten aus dem Baumarkt.
Da die Technik nun im Keller steht is der Schrank unten leer bis auf die Verrohrung.
Da ich aber mit dem lüfter damals so gute Erfahrungen gemacht habe, würde ich auch hier maximal für ein TB das Holz innen Streichen mit Lack und einen Lüfter gut dimensionierten Lüfter (ab 8cm eher 12cm) verbauen.

eine Abdeckung des TB mit Glasplatte oder besser da leichter zu schneiden wie man es braucht, Acryl, bastelglas etc. reduziert Feuchtigkeit und Verdunstung auch noch.
Lg Marco
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720 Liter - Start 02/2018
Beckengröße 200x60x60; Nyos Abschäumer; De Barry UV;
Jebao RW15 + Aqua Medic 15.0 + Tunze 6040 mit SC und Autobaterie für Stromausfall;
Jebao Rückförderung mit Technickbecken im Keller;
Beleuchtung: 2x AI Hydra 26HD + 1x AI Hydra 52HD :]

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