Neueinsteiger Meerwasseraquaristik

  • Hallo alle zusammen!


    Ich heiße Marty und nach 20 jähriger Süßwassererfahrung bin ich nun endlich auf ein Meerwasser umgestiegen.


    Als Becken habe ich mir das Red Sea Reefer 250 zugelegt, da ich mit den komplett Angeboten einfach nicht das bekam, was ich mir vorstellte. Habe mich davor fast 1 Jahr lang in Büchern, teilweise in Foren schlau gemacht (es gab Zeiten, da dachte ich, es wird alles zu kompliziert) und Mitte Oktober bin ich dann in Betrieb gegangen.


    Habe knapp 25 kg Lebendgestein eingebracht sowie einen Live-Sand verwendet. Als Erstfüllung habe ich mir fertiges Meerwasser vom Händler besorgt. Das komplette Füllvolumen beträgt genau 239l (ist für späteres Nachdosieren sicher von Vorteil).


    Anfangs tat sich gar nicht´s. Aber nach einer halben Woche tauchten kleine Krebse auf und die Algen kamen nach ca. 1,5 Wochen. Faszinierend ist, das ich jetzt (3 Wochen später) fast täglich neues Leben entdecke. Dachte zuerst, bei mir passiert gar nichts diesbezüglich. Jetzt tummelt sich schon so einiges im Aquarium.


    Nach 3 Wochen, habe ich 5 Algenschnecken - Tectus fenestratus, 5 Einsiedlerkrebse - Calcinus tibicen, 1 Pfaffenhut Seeigel - Tripneustes gratilla, 1 Algenblenni - Salarias fasciatus eingesetzt.
    Alle sind sehr beschäftigt beim abgrasen der Algen.


    Als weiteren Besatz habe ich einen Fangschreckenkrebs mit den Steinen eingeschleppt. Kann derzeit aber nicht sagen, um welche Art es sich handelt. Habe ihn nur zwei mal kurz zu Gesicht bekommen. Das einzige was ich weiß - er ist rot. Mache mir aber darüber keine Gedanken, wie es auch kommen mag, ich muss mich dann danach richten.



    lg


    Marty

  • Hallo Marty!


    Herzlich willkommen hier! Nachdem Du Dich theoretisch ja schon gut vorbereitet hast, gehst Du es jetzt praktisch an.


    Salarias fasciatus war keine ganz so gute Idee. Zwar fressen die Tiere anfangs brav die aufkommenden Algen, wenns dann aber keine Algen mehr gibt, stopfen sie sich den Magen voll mit Sachen, die sie eigentlich nicht vertragen (Frostfutter etc.) und sterben dann oft daran. Leider wird diese Art immer noch häufig als Algenvernichter empfohlen, obwohl sie eigentlich ein Spezialaquarium benötigen würde.


    Beim Pfaffenhutseeigel musst Du aufpassen. Wenn keine Algen mehr da sind, verhungert er, sofern man ihn nicht zufüttert. Dafür sind Salat, Algenblätter aus dem Asiamarkt, Löwenzahn, hin und wieder aber auch Frostfutter geeignet.


    Lieben Gruß


    Harold

  • Hallo Harold!


    Beim Salarias fasciatus gebe ich dir vollkommen recht. Habe für dies aber ein zweites Nano-Becken (25l) in Betrieb genommen, damit ich von dort immer wieder Algen entnehmen kann. Hoffe dies funktioniert auch so, wie ich es mir vorstelle.
    Mir hat er von Anfang an sehr gut gefallen, alleine seine Art wie er sich in einem Becken bewegt ist für mich einfach faszinierend.


    Das gleiche gilt natürlich auch für den Seeigel. Er wird dann eben auch Algen vom Nano-Becken bekommen. Aber der Tipp mit den Algenblättern, Salat etc. finde ich sehr gut.


    Außerdem möchte ich auch kein "klinisch reines Aquarium" haben. Gibt es in der Natur auch nicht. Das habe ich auch in meinem Süßwasserbecken - Meine Devise war schon immer: "Das Becken passt sich den Einwohnern an"


    lg
    Marty

  • Beim Pfaffenhutseeigel musst Du aufpassen. Wenn keine Algen mehr da sind, verhungert er, sofern man ihn nicht zufüttert. Dafür sind Salat, Algenblätter aus dem Asiamarkt, Löwenzahn, hin und wieder aber auch Frostfutter geeignet.

    Hallo Harold!



    Anbei Foto von meinem Pfaffenhutseeigel. Das mit dem Salat war eine super Idee! Er steht voll darauf.




    lg
    Marty

  • Hallo Sonja!

    Auch von mir ein herzliches Willkommen!

    Danke

    Hoffentlich weiß dein Salarias auch, dass er Algen fressen soll und kein Frostfutter ;-))

    Das mit dem Salarias habe ich mir leider ein bisschen einfacher vorgestellt. Wie ich ja schon geschrieben habe, habe ich noch ein kleines Nanobecken, wo ich "Lebendgestein" mit Algen ansetze. Wenn diese genug mit Algen besetzt sind, setzte ich sie ins große Becken. Er frißt diese auch immer (so wie ich es mit gedacht habe), leider habe ich nun vor einigen Wochen mal Frostfutter probiert (für die anderen Fische). Nun geht aber der Salarias auch daran, obwohl er meiner Meinung nach den ganzen Tag die Algen abgrast. Also wieder aufgehört. Nun gebe ich Flockenfutter für die anderen, aber auch diese frisst er. Weiss jetzt nicht, ob diese ihm schaden, vermutlich aber schon. Es ist leider sehr ärgerlich, da ich mich doch eingehend beschäftigt habe und nun sehe, das er anscheinend an alles Fressbare geht und er selbst nicht weiß, das dies nicht gut für ihn ist. Meine ganze Theorie ist für die .... . Einzige Lösung: Es muss noch ein Becken her, wo der Salarias alleine lebt. Dies ist wahrscheinlich die einzige Lösung, damit ich Ihn Artgerecht (sofern man dies bezeichnen darf) halten kann. Problem ist nur - muss meine Frau noch überzeugen - und einen Platz brauche ich auch noch. War ja bei diesem Becken auch nicht ganz so einfach.


    Oder hat jemand langjährige Erfahrung mit dem Salarias bei Flockenfutter?


    lg
    Marty