Neustart

  • Servus die Runde!

    Da mein Leben nun wieder ruhiger geworden ist, möchte ich wieder in die Mittelmeeraquaristik einsteigen.
    (Wer von meinem alten Freunden hier mehr wissen will, bitte per PN nachfragen!)

    Diesmal jedoch ganz bewusst nur ein Becken und dieses auch relativ klein.(130 Liter 50x50X65 cm)

    Das Becken soll hauptsächlich Anemonia viridis (Wachsrosen) und deren Lebensgemeinschaft in den Wellen mit diesen zeigen.

    Vom Standort weis ich, dass folgende, Aquarium geeignete Arten vorkommen:
    Periclimenes aegylios (Mittelmeer Partnergarnele) ist auf jeder 5. bis 10. Anemone zu finden.
    Lysmata sedicaudata (Mittelmeer Putzergarnele)
    lebt zwischen den Anemonen. Berührt dabei sogar deren Schirm, ohne jedoch die Tentakel zu berühren.
    Palmeon elegans (Kleine Felsengarnele)
    welche nahe der Wasseroberfläche an den Steinen hinten leben.

    Clibanarius erythropus (Mittelmeer Felsküsteneinsiedlerkrebs) als Gesundheitspolizei.


    (Auch dass ich diese Arten finden und fangen kann.)

    Folgende Tiere, in dieser am Standort vorherrschenden Lebensgemeinschaft, werde ich bewusst nicht einbringen:
    Galathea squamifera (Brauner Springkrebs) und verschiedene Legatopaster Arten leben zwar in Massen unter den Steinen auf denen die Wachsrosen sitzen. Kann diesen jedoch, nicht den Raum unter den Steinen geben. Zudem würden diese sich bei der kleinen Grundfläche mit ihrem typischen Fluchtverhalten nur verletzen.

    Leptomysis mediterranea (Schwebegarnele) kommen am Standort nur auf Wachsrosen vor, die nicht den ständigen starken Wellenbewegungen ausgesetzt sind.
    Gobius bucchichi (Mittelmeer Anemoengrundel) wird einfach zu groß und auch wegen der Tierhalteverordnung nicht diskutierbar.

    Dazu mal einige Fragen an die Profis hier:

    Wie viel Watt an LED brauch ich in meinem Becken?
    Das Becken ist doch relativ hoch und ich möchte ganz bewusst das Becken abgedeckt halten, da hier in Neusiedl am See der Wind extrem viel Staub an einen Nachmittag in die Wohnung tragen kann. (Sowas will ich nicht im Becken haben.) Also kommen LED- Rohre zu Einsatz.
    Es werden keine Jahreszeiten simuliert. Jedoch das Licht gedimmt hoch und runter gefahren.
    So komme ich auf 8 Stunden Vollbeleuchtung. Dennoch sollten die Wachsrosen nicht auf die Idee kommen nach oben zu wandern.

    Nachtbeleuchtung?
    Das Zusammenleben in dem Becken ist doch sehr eng. Auch wenn es keine Fressfeinde gibt, sind die meisten Garnelen durch die Wachsrosen einer Gefahr ausgesetzt. Wie viel Blaulicht würdet Ihr dem Becken minimal geben, um sicher zu stellen, dass es nicht zu Unfällen mit den Wachsrosen kommt. Zudem ich keine Ahnung habe, wo sich die Putzergarnelen in der Nacht aufhalten. (Ich habe sie in der Nacht noch nie gesehen.)

    Nachtabsenkung der Wellensimulation?
    Sollte ich die Wellenbewegung in der Nacht reduzieren? Auch in der Natur kann man beobachten das Abends oftmals die Brandung sehr gering ist. Schadet das den Wachsrosen? Den Garnelen würde es sicher Unfälle mit den Wachsrosen zu verhindern.

    Welchen Beckengrund empfehlen mir die erfahrenen Mittelmeeraquarianer?
    Viel Sand wird es nicht werden. Grade mal so viel, dass man die Bodenscheibe nicht sieht. Durch die Wellensimulation landet der übliche Korallensand unweigerlich im Filter.

    Ich bitte um Anregungen! Danke

  • Hallo Jojo,


    außer von mir wirst Du hier nicht mehr viele Anworten bekommen. Es tut sich hier nichts mehr. Vielleicht willst Du Dir auch ein anderes Forum suchen.


    Zu Deinem Vorhaben:


    Grundsätzlich benötigen Anemonia viridis starke Beleuchtung. Zumindest bei mir gediehen sie unter schwacher Beleuchtung nicht gut. Da ich nie LEDs verwendet habe, kann ich dazu auch nichts sagen.

    Wachsrosen mögen auch starke Wasserbewegung gerne. Auch an ruhigen Stellen im Meer ist die Gesamtströmung immer noch stärker als in den meisten Aquarien.


    Als gut haltbares und auch für Deine Beckengröße geeignetes Partnertier wäre Inachus phalangium geeignet. Sie nützen die Anemone als Schutz und werden von den Nesselzellen nicht behelligt.


    Alles Gute wünscht Dir


    Harold

  • Servus Harold!

    Das mit der Strömung bekomme ich hin.
    Steuerungen zu programmieren ist ja mein Beruf.

    Die Bewegung der Tentakel in der wechselnden Strömung der Wellen zu simulieren wir ja das Hauptthema sein.

    Irgendwo haben wir das ja mal hier mit dem Licht diskutiert.
    Eventuell finde ich ja den Beitrag noch?


    Inachus phalangium klingt interessant. Doch habe ich diese noch nie im Flachwasser gesehen. Möchte daher dem Tier das nicht zumuten.

    Zum Forum hier:
    Ja, leider ist die Art miteinander zu kommunizieren sehr verkommen. Die Aufmerksamkeitsspanne reduziert sich bei den meisten gegen null. Dafür sind die Foren, die ich bis jetzt gefunden haben voll mit blinkenden Werbeanzeigen und Popups. Scheinbar brauchen die Menschen dies mittlerweile?
    So eine ruhige entspannte Seite wie diese ist wohl nicht mehr zeitgemäß?

    Eventuell meldet sich ja doch noch wer?

  • Servus Harold!

    Ist halt auch eine Frage wie man Flachwasser definiert.

    Alles was ich einbringen möchte kommt in Tiefen vor die ich mit der Hand, ohne den Schnorchel unter Wasser zu bringen, erreichen kann.
    Sollte mir das Tier unter kommen, werde ich es in Betracht ziehen.
    Dauert ja dennoch Jahre, einen feinen Besatz zusammen zu bringen.

    Merci, Johannes

  • Servus Harold!

    Du könntest mir einen Gefallen tun.
    Etwa in einer Woche werde ich das Wasser in das Becken einfüllen, um den Zeolithfilter einzufahren.
    Gerade deine Becken sind sehr gut eingefahren. Daher könnte ein Schneckenhaus oder ein kleiner Stein aus deinem Becken das Einlaufen sicher unterstützen. Im Gegenzug kann ich Dir im April, wenn ich die Steine hole, etwas mitbringen.

    LG. Johannes