Beiträge von Harold Weiss

    Hallo Ramona!


    Zum Hantieren im Meeresaquarium:

    Die wenigsten Tiere nesseln so stark, dass Du daran Schaden nehmen würdest. Es kann allerdings sein, dass man auf manche Gifte allergisch reagiert. Vorsicht ist daher immer gut.


    Eine lange Pinzette leistet da gute Dienste. Die meisten Hantierungen kann man damit gut machen.

    Auch Latexhandschuhe bieten guten Schutz.


    Ob etwas stark nesselt, erfährst Du entweder hier oder Du probierst es einfach aus.


    Vorsichtig muss man bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa, Protopalythoa) sein. Palytoxin ist tatsächlich ein sehr starkes Gift, das durch unvorsichtigen oder falschen Umgang schon einige Meeresaquarianer*innen sehr geschädigt hat. Allerdings sondern die Krustenanemonen dieses Gift nur ab, wenn sie sich bedroht fühlen. Zum Beispiel, wenn man sie also gewaltsam vom Stein zerren will. Das sollte man nicht tun.

    Sofern eine gröbere Aktion wirklich unumgänglich ist, sollte man Schutzmaßnahmen treffen: Handschuhe, Mund-, Augen- und Nasenschutz, geöffnete Fenster.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Ramona,


    willkommen! Schön, dass Du hergefunden hast!

    Meine erste Frage: Welches Buch hast Du Dir denn zugelegt? Ich frage, weil es sehr gute, aber auch nicht so empfehlenswerte gibt.


    Zu Deinen Frage in Kürze:

    ad 1.: Fische sind in 350 Litern grundsätzlich möglich. Klein bleibende und nicht zu viel schwimmende. Die Stückzahl kann man nicht so einfach festmachen. Anemonenfische, die nicht zu groß werden (z. B. Amphiprion ocellaris) wären möglich, ihnen stellt man eine passende Anemone zur Verfügung.


    ad 2.: Es gibt kaum Nacktschnecken, die man im Meeresaquarium pflegen kann. Die meisten sind Nahrungsspezialisten und verhungern, da man ihnen die notwendige Nahrung nicht bereitstellen kann. Es gibt aber viele, gut geeignete Gehäuseschnecken.


    ad 3.: Korallen macht es nichts, wenn sie kurze Zeit an die Luft kommen. Wasserwechsel ist also kein Problem.


    ad 4.: Korallen wachsen unaufhörlich. daher werden sie im Idealfall irgendwann zu groß für das Aquarium. Man kann die meisten Arten aber problemlos teilen und die Teile dann an andere interessierte Aquarianer*innen abgeben.


    ad 5.: Wenn ein Fisch verstirbt, wird er in der Regel von anderen, im Aquarium lebenden, Tieren (z. B. Borstenwürmer, Krabben, …) entsorgt.

    Einige Arten können schon vermehrt werden, da sollte man auch Nachzuchten erwerben (z. B. von den Anemonenfischen). Viele Arten laichen im Aquarium ab, die Aufzucht der Jungen ist aber eine aufwändige Sache, die so nebenbei nicht gelingt. Ist also nicht mit Süßwasser zu vergleichen.

    Wenn ein Fisch krank wird, gibt es einige "Hausmittel" (z. B: Knoblauch), die oft sehr gut wirken. man kann auch versuchen, den erkrankten Fisch herauszufangen und in einem separaten Aquarium mit Medikamenten zu behandeln. Im Hauptaquarium selbst sollte man keine Medikamente einsetzen, da viele der wirbellosen Tiere dies nicht aushalten und sterben.

    Grundsätzlich werden Fische in einem gut funktionieren Aquarium aber kaum krank.


    ad 6.: Eine Heizung sollte schon zur Verfügung stehen. 20 Grad sind zu wenig. Es ist auch wichtig, sich über eine Kühlmöglichkeit im Sommer Gedanken zu machen.


    ad 7.: Zu den Futterkosten kann ich nichts sagen, außer dass das sicher einer der geringsten Kostenfaktoren in der Meeresaquaristik ist.


    Auch in der Meeresaquaristik muss man nicht alles von Anfang an haben. Vor allem nicht den Besatz =).


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Sabine,


    viele Beispiele findest Du hier im Forum beim Händler "White Corals" (-> Whitecorals.com ). Dort werden alle Tiere unter starkem Blaulicht und entsprechend stark fluoresizierend fotografiert, denn dies weckt Begehrlichkeiten bei potenziellen Kund*innen.


    Liebe Grüße


    Harold

    Es ist schwierig, eine Unterhaltung zu führen, wenn sich das Gegenüber nur alle drei Tage oder gar nicht mehr meldet, obwohl es sich nachweislich im Forum befunden hat ...

    Das Lebendgestein habe ich in ein 60liter Becken mit Meerwasser reingetan.

    Hoffentlich mit Strömungspumpe!
    Ich sage das, um Dich vor Enttäuschungen zu bewahren, denn wenn das Lebendgestein kaputt geht, ist es sehr schade darum und schade um das Geld, das Du dafür ausgegeben hast.


    Darf ich Dich noch fragen, welche Bücher Du hast (gebunden und am E-Book)? Dann kann ich Dir sagen, welche gut sind und welche Du eher meiden solltest.


    Liebe Grüße


    Harold

    Das Aquarium läuft noch nicht ... ich habe aber schon lebendgestein und die ganze technik gekauft ... ich warte noch mit dem befüllen

    Hmmm … wo ist denn dann das Lebendgestein jetzt?


    Und hast Du schon gute Bücher, um Dich in die theoretischen Grundlagen einlesen zu können?

    Hallo Sascha,


    Valenciennea sexguttata halte ich für nicht passend. Die Grundfläche eines herkömmlichen 200 Liter Aquariums (100 x 40 cm) bietet nicht genügend Bodengrund, um zwei dieser Grundeln ernähren zu können.


    Diese Tiere leben hauptsächlich vom Durchsieben des Sandes, wodurch der den Körnchen anhaftende Biofilm abgelutscht wird. Ersatznahrung, die problemlos angenommen wird, ist im Grunde für den Magen/Darmtrakt nicht passend und führt sehr oft zu Problemen bis hin zum Tod der Tiere.


    Ein Paar Leierfische könnte man nach langer Standzeit des Aquariums andenken, wenn vom Händler gezeigt werden kann, dass die Tiere Ersatznahrung annehmen.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Abc45(?)!


    Ein bisschen mehr Info wäre gut.

    - Wie lange läuft das Aquarium denn schon?

    - Wie wurde es eingerichtet (Lebendgestein, Bodengrund)?

    - Gibt's schon Besatz mit Weich- und Lederkorallen?


    Oder bist Du erst in der Planungsphase?


    Grundsätzlich wäre für Anemonenfische zum Beispiel eine Vergesellschaftung mit Partnergrundeln inkl. Alpheus-Knallkrebs möglich. Eine hochinteressante Symbiose, die genügend hohen Bodengrund verlangt.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Sascha,


    dass Du jetzt gleich keinen Abschäumer hast, ist gar kein Problem.


    Ich könnte mir vorstellen, dass Du ein bissl wenig Steine hast. Bin schon neugierig auf die Fotos.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Sascha,


    Lebendgestein bietet zwei Vorteile:

    1. (Der wichtigste): Im Inneren des porösen Gesteins leben anaerobe (= das sauerstofflose oder sauerstoffarme Milieu liebende bzw. benötigende) Bakterien, die Nitrat aufspalten und so entfernen. Das ist, meiner Meinung nach,
    immer noch die beste Möglichkeit, Nitrat zu reduzieren bzw. wegzubekommen.


    2. Lebende Steine sind "Überraschungssackerln". Aus gutem Lebendgestein tauchen unzählige Tiere aus den Löchern und Spalten auf, an der Oberfläche beginnen sessile Tiere (Schwämme, Korallen, ...) und höhere Algen zu wachsen. Es ist wirklich toll, das zu beobachten und da dabei zu sein.


    Der Nachteil:

    Natürlich bekommt man so auch ungeliebte Gäste ins Aquarium - Glasrosen, lästige Krabben, vielleicht einen Kieferwurm, ...


    Real Reef Rocks haben im Inneren keine Bakterien und es dauert wirklich lange, bis sich dort welche ansiedeln. Und man hat keine Überraschungsbewohner.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Sascha,


    Ich habe Zeovit nie verwendet und kann daher nichts dazu sagen.


    Zu den Werten im abgebildeten Aquarium:
    Nitrat: nicht nachweisbar (= also sehr gering)
    PO4: 0,04


    Liebe Grüße


    Harold

    Grüß Dich, Sascha,


    herzlich willkommen hier!

    Dein Wiedereinstieg klingt gut durchdacht und kann auf diese Weise meines Erachtens gut klappen.


    Einzig den Einsatz von Aktivkohle ziehe ich in Zweifel - ich halte das für nicht notwendig, vielleicht sogar kontraproduktiv.


    Den angedachten Sand finde ich gut.

    Salz verwendete ich hauptsächlich TROPIC MARIN und habe gute erfahrungen damit gemacht, aber ich denke, dass auch nichts gegen die beiden von Dir ausgewählten Firmen spricht.

    Auch gegen die Anwendung der vorgefertigten Balling-Produkte spricht nichts.


    Damit Du siehst, dass ich weiß, wovon ich rede, hier ein Beispielfoto eines meiner Aquarien:

    Kleiner Riffhang 54 Liter


    54 Liter (60 x 30 x 30).
    Technik: Strömungspumpe (TUNZE) und Licht (2 x 24 Watt T5, 10.000 Kelvin). Keine Abschäumung, keine Filterung.


    Ich freu mich schon, den werdegang Deines Aquariums weiter verfolgen zu dürfen!

    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Daniel,


    wegen der Borstenwürmer brauchst Du keine Stenopus hispidus einzusetzen. Denn die Würmer sind "nützlich" und so gut wie in jedem Meeresaquarium zu finden.


    Wenn Du aber Freude an den interessanten Garnelen hast und Dein Aquarium groß genug ist, spricht nichts gegen ein Paar (also ein männliches und ein weibliches Tier) der Stenopus (von denen es auch andere Arten gibt).