Beiträge von Harold Weiss

    Hallo Ben!



    Auch die Aussage, dass im innneren des Gestein durch fehlendes Sauerstoff, Nährstoffe verstoffwechselt werden halte ich für überholt!

    Wo kein Sauerstoff hinkommt kommt auch kein Wasser hin! Anerobe- Verstoffwechselung liegt an der Bakterie selbt und die kann meines Wissens sogar auf der Scheibe ihre Arbeit verrichten.

    Interessante These.

    Wobei ich ja nicht in Frage stelle, dass auch Aquarien mit Totgestein funktionieren können. Meiner Erfahrung nach benötigt das aber viel mehr Zeit und damit Geduld, bis sich ein biologisch gutes Milieu einstellt.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Hans-Werner,


    eines meiner ersten Meeresaquarien habe ich mit Tuffgestein eingerichtet.

    Mit diesem Gestein hast Du die gleiche Situation wie mit Riffkeramik oder Real Reef Rocks: Es dauert sehr , sehr lange, bis sich anaerobe Bakterien im Inneren angesiedelt haben. und somit die Denitrifizierung in Gang kommt.


    Natürlich kann man sich mit Adsorbern und Nitratfiltern behelfen. Meine Art der Meeresaquaristik ist das jedoch nicht.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Andi!


    Der Unterschied zwischen Lebend- und Totgestein besteht darin, dass Lebendgestein im Inneren mit anaeroben (= ohne oder mit sehr wenig Sauerstoff lebenden) Bakterien besiedelt ist, die für den "Abbau" (=Aufspaltung) von Nitrat verantwortlich sind und daher für unsere Aquarien als sehr nützlich angesehen werden. Diese Bakterien leben in Totgestein (oder Riffkeramik oder Real Reef Rocks) nicht.


    Daher dauert es bei mit Totgestein eingerichteten Aquarien viel länger, bis sich ein biologisch stabiles Milieu einstellt. Daher verstehe ich auch Reinhards Satz

    Zitat


    Einen schnellen Beckenstart und schnell viele bunde Korallen und Fische einsetzen,..totes Gestein.

    nicht.

    Ein Lebendgesteinaquarium kannst Du sehr bald mit robusten Weich- und Lederkorallen besetzen. Fischbesatz sollte meiner Meinung nach ohnehin erst kommen, wenn das System wirklich stabil ist - und das hat nichts mit den paar Wasserwerten Nitrat, Phosphat und pH zu tun.


    Und: Lebendgestein hat seinen Namen nicht vom Aufwuchs (Algen, Blumentiere, Röhrenwürmer, ...), der sich darauf findet oder die kryptisch lebenden Tiere in den Spalten (Borstenwürmer, Schnecken, Schwämme, ...), sondern eben von den oben beschriebenen Bakterien.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Gerhard,


    ich stelle Deine Erfahrungen ja gar nicht in Frage - Ehestreits kommen sicher vor. Dein Video finde ich übrigens toll, denn nur selten ist ein Alpheus-Paar bei gemeinsamer Arbeit zu sehen.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Christian,


    in der Natur leben ein Paar Grundeln mit einem Paar Knallkrebsen zusammen. Da aber nur selten Knallkrebspaare in den Handel kommen, muss man den Kompromiss eingehen, mit einem Paar Grundeln nur einen Krebs zu pflegen - und das geht gut.

    Es ist wichtig, schon beim Kauf ein Paar zu erwerben. Also schauen, ob zwei Tiere im Händlerbecken beieinander stehen. Willkürliches Zusammensetzen klappt meiner Erfahrung nach so gut wie nie.


    Meines Wissens wandeln Grundeln der Gattungen Stonogobiops und Cryptocentrus ihr Geschlecht nicht. Es gibt männliche und weibliche Tiere, und wenn zwei zueinander gefunden haben, bleiben sie ein Leben lang beieinander. Wenn ein Partner stirbt, stellt der andere oft die Nahrungsaufnahme ein und zieht sich zurück - manchmal bis er stirbt (Selbst erlebt).


    Ich denke, Gerhards Aussage hat sich auf Schwertgrundeln (Nemateleotris) bezogen. Das sind aber keine Partner- oder Wächtergrundeln, die mit Alpheus spp. zusammenleben.


    Liebe Grüße


    Harold

    Ja, Theodora (auch wenn ich nicht der Helmut bin =)), es dürfte sich doch um die selbe Art handeln.


    Wobei ich es praktisch finde, dass die beiden so unterschiedlich gezeichnet sind - da fällt das Erkennen nicht schwer. Bei meinen war das viel schwieriger. Da ging's hauptsächlich nach der Körperform: Weibchen fülliger.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Christian,


    ja - die Symbiose zwischen Grundeln (Immer paarweise halten!) und einem oder zwei Alpheus-Krebsen ist faszinierend und eine der interessantesten Tierkombinationen, die man im Aquarium pflegen kann.


    Ein paar Stücke Korallenbruch werden zu wenig sein, da der Krebs die größeren Stücke zum Stabilisieren seiner Höhlengänge braucht. Ich würde so vorgehen:
    Warten, wo der Krebs zu graben beginnt und dann dorthin eine ordentliche Menge verschieden großer Stein- und Korallenstückchen legen. Die holt er sich dann und baut sie ein.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Christian!


    Der Aufbau mit den Real Reef Rocks gefällt mir. Bedenke aber bitte, dass es durch Einsatz dieser Steine (anstatt von Lebendgestein) länger dauert, bis das System biologisch wirklich stabil ist. Das muss man vor allem für das Einsetzen der Fische berücksichtigen. Weich - und Lederkorallen, etc. können schon sehr bald rein.


    Chromis viridis kann ich nicht empfehlen. Sie leben in der Natur in großen Verbänden und sind Dauerfresser. Die Pflege einer kleinen Gruppe im Aquarium geht kaum gut. Denn erstens kann man die notwendige oftmalige Fütterung pro Tag kaum bewerkstelligen und zweitens ist den Fischen im Gegensatz zur Natur im Aquarium mangels Feinddruck und nicht notwendiger Aufmerksamkeit nur langweilig. Beides führt zu Aggressionen untereinander, sodass sich nahezu immer die Gruppe letztlich auf ein oder zwei Tiere reduziert. Die übrig gebliebenen zwei Tiere sind dann durchaus ausdauernd, jedoch entspricht die Haltung zu zweit einerseits nicht den natürlichen Verhaltensweisen, andererseits nicht dem Bild, das man eigentlich haben wollte.


    Liebe Grüße


    Harold

    Hallo Roland,


    meiner Erfahrung nach sind die großen Röhrenwürmer, also auch Protula bispiralis, in den seltensten Fällen dauerhaft haltbar, da ihnen in herkömmlichen Aquarien meist die Nahrung fehlt und sie daher früher oder später verhungern.


    Als Dauerfiltrierer sind sie auf ständig vorhandene, kleinste Nahrungsteilchen angewiesen, die abgeschäumte Aquarien kaum bieten. Direkte Fütterung ist nicht möglich und würde für den Dauerfresser auch nichts bringen.


    Zu Deinen Fragen:

    Licht ist eher zweitrangig, Strömung sollte nicht direkt, also laminar, sein.

    Die Ausrichtung der Öffnung ist nicht so wichtig, in der Natur wächst ein schrägliegendes Tier mit der Zeit wieder nach oben. Also würde ich ihn im Aquarium gleich mit der Öffnung nach oben setzen.


    Liebe Grüße


    Harold

    Naja, zu Plexiglasbecken wird das eh bekannt sein: Sie zerkratzen halt leicht. So vorsichtig kann man gar nicht sein.


    Zu LED kann ich nichts sagen, da ich selbst noch keine verwendet habe.