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1

Sonntag, 26. April 2009, 19:25

Phosphat & Gelbstoffe

Hallo Freunde,

ich habe gerade einen Teilwasserwechsel in meinem Pferdestall gemacht und festgestellt, dass das Wasser einen Gelbstich hat. Außerdem ist mein Phosphatgehalt zu hoch (gestern am Abend gemessen, zwischen 0,5 und 1,0 mg/l)!
Der Wert ist rapide angestiegen.

Ich krieg die Kriise.
Ich habe auch momentan ein großes Caulerpa-Sterben und die Wasserqualität hat sich bestimmt dadurch so verändert.

Was soll ich am Besten machen?
Neuen PO4-Absorber rein? Eventuell über Kohle filtern? Was kann ich sonst noch machen, um die Werte wieder in den Griff zu bekommen und die Makroalgen wieder gedeihen?
Liebe Grüße, René

2

Sonntag, 26. April 2009, 19:34

Hi!

Wenn du die Phenole weg haben willst, dann kurz über Kohle filtern!

Schöne Grüsse

Thomas

3

Sonntag, 26. April 2009, 19:51

Hallo Rene!

Mach Dir keine Sorgen - vom Caulerpasterben (das immer wieder einmal passiert) kommen der Phosphatwert und der Gelbstich nicht. Gelbstich kommt einfach im Laufe der Zeit und lässt sich am Besten - wie Thomas schon sagte - durch kurzfristige Kohlefilterung beseitigen. Regelmäßiger Wasserwechsel hilft da auch ziemlich. Der Phosphatwert wird durch die Fütterung angestiegen sein. Hier hilft Phoasphatadsorber oder auch regelmäßiger Wasserwechsel.

Lieben Gruß

Harold
49 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

4

Sonntag, 26. April 2009, 20:24

Hallo Thomas, hallo Harold,

vielen Dank für eure Antworten.
Ich kaufe mir gleich morgen eine Aktivkohle und hänge sie in die Filterkammer. Phosphatabsorber nehme ich mir auch gleich mit.

Wie lange soll ich die Kohle im Becken lassen?

Hoffentlich kommt alles wieder ins Gleichgewicht.
Caulerpasterben kommt immer wieder mal vor? Interessant. Meine Pferde hatten einen richtigen Wald um sich zurückzuziehen. Aber leider wird dieser immer weniger.
Kann man nur hoffen. dass es sich wieder erholt und mein Becken wieder so schön wird, wie es mal war.

Wasserwechsel hab ich mir gedacht, so jede Woche ca. 10 Liter zu wechseln. Reicht das bei meinem 130 Liter-Becken?

Vielen Dank nochmal euch beiden.
Liebe Grüße, René

5

Sonntag, 26. April 2009, 20:25

Hi!

Leg die Kohle aber an eine Stelle mit Zwangsdurchströmung. Aktivieren der Kohle nicht vergessen. ;-)

6

Sonntag, 26. April 2009, 20:27

Hi Thomas,

am Besten am Abschäumerauslauf? Oder zusammen mit dem Phosphatabsorber in meine Filterkammer?

Und wie muss ich die Kohle aktivieren? Hab so etwas noch nie gemacht und kenn mich da auch überhaupt nicht aus.
Liebe Grüße, René

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »René_J« (26. April 2009, 20:28)


7

Sonntag, 26. April 2009, 20:58

Hi Rene,

um das sterben zu stoppen, die Culerpa trennen!
Dazu drücke mit dem Fingernagel die "Stengel" eine Minute ab, dann trennst Du sie an dieser Stelle.
Machst Du das nicht kann es sein das dass sterben weiter geht.

PO4 kann schon von dem sterben kommen. Algen binden Phosphat im Gewebe und geben es dann auc wieder ab wenn sie auslaufen/sterben.
Natürlich wird da auch die fütterung eine Rolle spielen.

Aktivkohle mit kochendem/sehr heißem Wasser übergießen, dass aktiviert sie.
Kohle und Phosphatabsorber am besten dort hin packen wo es auch sicher durchströmt wird, am besten eine zwangsdurchströmung.
Liebe Grüße
Christian

140x70x60,2x Orphek V2, DSB, Hauptsächlich LPS

8

Sonntag, 26. April 2009, 21:11

Algen "binden" kein Phosphat, sondern verwenden es als "Nahrung" - somit wird beim Absterben auch keines frei. Oder sind irgendwelche diesbezüglichen Messungen und Studien bekannt?
49 Jahre Vivaristik - und ich lerne immer noch dazu
Mitglied der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich
So ist's Recht

9

Sonntag, 26. April 2009, 21:18

Hallo René,

noch zur Kohle, würde immer über Kohle filtern und alle 4 Woche 50% der Kohle erneuern. Selbst wenn du sie länger drinnen lässt ist es absolut kein Problem. Dann dient sie als sehr gutes Siedlungssubstrat für Bakterien ;)
Ein guter Platz ist sicher der Auslauf des AS, ach ja wenn möglich zuerst über die Kohle dann über den Absorber filtern.
Grüße aus Wimsbach
Rudi


10

Sonntag, 26. April 2009, 21:18

Hallo!

Zum Caulerpa-Sterben gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Zum einen wird gemutmaßt, es könnte sich um geschlechtliche Vermehrung handeln. Das mag gelegentlich sein, ich persönlich glaube aber bei den meisten Fällen daran weniger. Dann wird immer wieder angenommen, wenn der Bestand zu dicht sei, setze das Sterben ein, man müsse rechtzeitig ausdünnen. Ich habe in meinem Algenbecken bis vor etwa einer Stunde ein Konglomerat an verschiedenen Caulerpas, das eine praktisch dichte Schicht von 20 cm Höhe bildete. Auch an den finstersten Stellen wuchsen sie noch. Dann wird immer wieder von "ausbluten" gesprochen, wenn man die Algen einfach abreißt und nicht vorher die Stängel abklemmt. Ich gehe seit Jahren mit der Pflanzzange oder der Hand rein und reiße ab, was ich erwische. So habe ich auch vor etwa einer Stunde ein paar Liter Caulerpa entfernt. Das gab bei mir noch nie Probleme.
Möglicherweise gibt es ja verschiedene Ursachen. Erzeugen kann ich einen Caulerpa-Zusammenbruch, wenn ich die Werte gegen Null fahre, aber das ist ja eigentlich klar. Interessant sind Hinweise, dass das Sterben auch einsetzt, wenn die Wasserwerte sich erheblich verschlechtern, insbesondere der Phosphat-Wert steigt. Ich möchte das aber nicht ausprobieren.

Gruß

Wolfgang
Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
Nachzuchtenportal IFMN

11

Sonntag, 26. April 2009, 21:24

Hallo Harold.

Messungen sind meinerseits bekannt, als mein Caulerpabestand über Nacht abstarb, stieg der PO4 Gehalt von 0.08mg/l auf 0,18mg/l.
Gemeßen am Samstag vor dem absterben und acht tage darauf am Sonntag nach dem Absterben. Vielleicht auch messtoleranz, aber wäre doch grimmig daneben gemessen.
OK, es waren viele Caulerpas und ich denke auch irgendwo gelesen zu haben das sie Phosphate abgeben beim "auslaufen", kann aber jetzt nicht mehr sagen wo das war.

Leng Sy, der "erfinder" des "Matschfilters", sagt auch das durch das Entfernen der Caulerpa das Phosphat mit entfernt wird :gruebel:
Liebe Grüße
Christian

140x70x60,2x Orphek V2, DSB, Hauptsächlich LPS

12

Sonntag, 26. April 2009, 21:27

Sorry, war gerade etwas in Ebay unterwegs! :kiff:

Wurde ja schon beantwortet: Die meisten Kohlen werden mit heissen Wasser aktiviert.

Zur Zwangsdurchströmung: Im Abschäumer wäre mir persönlich der Durchsatz zu gross, sprich zuviel in kurzer Zeit herausgeholt, was sich negativ auf die Bewohner auswirken kann.

Zur Dauerfilterung gibt es auch verschiedene Meinungen. Ich verwende sie auch im Dauereinsatz. Ich habe dies allerdings absichtlich nicht erwähnt, um nicht die nächste Diskussion loszutreten.

Schöne Grüsse

Thomas

13

Sonntag, 26. April 2009, 21:39

Hallo,
also zum absterben wenn es gegen NN geht, in unserem Grundelbecken sind wir in dem Bereich, und die C. Racemosa wuchert trotzdem ganz gut.

Im großen Becken sterebn dafür immer wieder mal einige ab.
Obwohl es eigentlich passen sollte.

Möglicherweise noch andere SToffe / Werte dafür ausschlaggebend?

Was das Binden von Phosphat angeht, natürlich speichern die Algen einiges, und wenn man regelmäßig auslichtet geht auch viel davon mit den Pflanzen raus, wenn es aber wie bei Christian ein Absterben der Alge ist, und man es nicht gleich bemerkt, werden die Algen natürlich wieder zersetzt und die Soffe gehen wieder in Lösung.

Spannenderweise gibt es auch einige Algen die erst bei NN Werten auftauchen.

LG,
Wolfgang

14

Sonntag, 26. April 2009, 21:53

Hallo Wolfgang!

Zitat

Spannenderweise gibt es auch einige Algen die erst bei NN Werten auftauchen.
Wem sagst du das! :( 8o

Also meine C. prolifera, die aus Sardinien stammt, aber schon gut 20 Monate im Tropenbecken wuchern, mögen NN-Werte nicht. Auch die C. taxifolia mag es bei mir etwas nahrhafter. Einen schönen Bestand an Caulerpas und Rotalgen wirklich lange im Becken zu halten, ist gar nicht so einfach, wie man meinen könnte, wenn man sie oft als "Plage" im Riffbecken wuchern sieht.

Zitat

Möglicherweise noch andere SToffe / Werte dafür ausschlaggebend?
Dafür spricht einiges.

Gruß

Wolfgang
Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
Nachzuchtenportal IFMN

15

Sonntag, 26. April 2009, 21:59

Hallo Wolfgang,

C. taxifolia ist bei uns nie lange haltbar gewesen.
Die C. racemosa hält schon sehr lange.
C. profilera haben wir in allen Becken.
C. serrulata ist schon mal komplett ausgeblüht, wächst jetzt aber wieder nach langer Zeit aus einem Stein.

Gracilaria curtissae ist extrem haltbar. Haben wir auch schon lange in allen Becken. Egal ob wenig oder viel Licht, Po4, No3 wächst immer.

Mit den letzten Ls habne wir wieder einige neue Arten bekommen, müssen wir aber erst entsprechen einsetzen.

LG,
Wolfgang

PS: ach ja, keine Docs in den Becken...

16

Sonntag, 26. April 2009, 22:19

HI
Habe jetzt seit längerer zeit NN Werte im BEcken und bei mir wachsen nun Fadenalgen :gruebel:
Komisch

mfg

17

Sonntag, 26. April 2009, 22:26

NN ist immer ein dehnbarer Begriff. Den Null hat keiner im Becken, sonst würde jede Koralle absterben. Kommt halt auf die Testgenauigkeit an. Fadenalgen (Bryopsis?) wachsen leider auch bei sehr guten Wasserverhältnissen noch sehr gut, wenn ihnen Licht und Strömung zusagen.

18

Sonntag, 26. April 2009, 22:59

Hallo Wolfgang!

Zitat

PS: ach ja, keine Docs in den Becken...
Ach nee, hätte ich jetzt gar nicht gedacht, vermutlich auch keinen Siganus, oder? :D

Schönes Gemüse habt ihr da beieinander. Bei mir ist die C. racemosa im Algenbecken (Jaubert-Boden) wieder verschwunden. So unterschiedlich können Becken sein.

Gruß

Wolfgang
Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
Nachzuchtenportal IFMN

19

Sonntag, 26. April 2009, 23:05

Hallo,

boah, da hat sich ja einiges getan.
Vielen Dank euch allen für die Antworten.

Also ich kann mich auch erinnern, dass ich in einem Fachbuch gelesen habe, Phosphat in Form von Caulerpa zu entfernen. Deshalb dachte ich mir auch, dass das Phosphat, das zuerst als Nahrung diente, beim Sterben wieder abgegeben wird.

Ach ja, komischerweise stirbt "nur" C. taxifolia und C. racemosa.
Die anderen Algen, die im Becken sind, die gedeihen.

Jedenfalls werde ich morgen noch so einer Kohle Ausschau halten, damit die Stoffe fürs erste mal aus dem Becken "verschwinden".
Dann fühlen sich die Pferde auch sicher wieder besser (denen gehts eh saugut =))
Liebe Grüße, René

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »René_J« (26. April 2009, 23:05)


20

Sonntag, 26. April 2009, 23:31

Hallo!

Zitat

Ach ja, komischerweise stirbt "nur" C. taxifolia und C. racemosa.
Na also, das ist jetzt die dritte Variante =). Irgendwie sind Caulerpas wohl unberechenbar. Darum heißt es auch DIE Caulerpa (weiblich!) :kiff:

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass beim Zerfall der Algen wieder Phosphat freigesetzt wird bzw. neue Verbindungen aus dem vormals in der Alge eingebauten Phosphor entstehen.

Gruß

Wolfgang
Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
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