Neue Schwebegarnelenart im HdM entdeckt und weitere gesucht. Bitte mitmachen!

  • Liebe Forengemeinde,


    wie einige ja möglicherweise gelesen haben,

    wurde im Haus des Meeres von Dr. Abed-Navandi und Prof. Karl Wittmann eine neue Schwebegarnelenart entdeckt, und als neue Art Heteromysis domusmaris erstbeschrieben.


    Vermutlich wurden sie mit LS oder Korallen eingeschleppt.


    Dr. Abed-Navandi ist jetzt auf der Suche nach eventuellen weiteren Arten, die in heimischen Meeresaquarien bisher unbemerkt ihrer Entdeckung harren.


    Die Chancen sie zu finden sind in dunklen Filterbecken oder –sümpfen am größten. , aber auch in Nischen im Aquarium selbst kann man sie häufig sehen, wenn man seine Augen auf 3-5mm lange Tiere anspitzt. Die Tiere schwimmen geradlinig, parallel zu allen verfügbaren Oberflächen, aber nicht nur horizontal und sollten in kleinen Gruppen vorkommen wenn es ihnen gefällt.

    Also bitte nehmt Eure entsprechenden Becken mal unter die Lupe, und zwar sehr genau, und berichtet was es da in dieser Richtung gibt. Bitte nur Schwebegarnelen, keine Flohkrebse oder Isopoden, die sind wahrscheinlich viel häufiger….


    Kontakt: Dr. Daniel Abed-Navandi daniel.abed@haus-des-meeres.at, ggf. hilft er beim Befischen und Probennehmen.

    Und natürlich auch hier im Forum posten. Wäre doch toll wenn wir noch neue Arten finden könnten und auf diese Weise zur Artenvielfalt der Meere beitragen.


    LG,

    Wolfgang


    Heteromysis domusmaris

    Jahrelang schwammen die winzigen Tierchen vor seinen Augen durch die tropischen Gewässer Wiens – durchsichtig, mit roten Punkten, manche mit grüner Bauchtasche. Bei den Filteranlagen finden sie reichlich Nahrung und Unterschlupf; von Aquarien mit größeren Fischen – Vorsicht: Fressfeind – halten sie sich fern. Besucher müssen schon sehr genau schauen. Abed-Navandis „Babys“ messen nur vier Millimeter.



    Die Bestimmung der neuen Art war dennoch eindeutig. Heteromysis domusmaris zeichnet sich charakteristisch durch lange Fühler und große Augen aus. „Die Krebse haben einen gedrungenen Körper. Mit dem Fächer am Ende des langen Schwanzes geben die Tiere Gas, wenn sie flüchten“, weiß der Meeresbiologe aus Beobachtungen am lebenden Exemplar. Wittmann prüft Unterschiede mit unvergleichlicher Erfahrung an sezierten Objekten: „Es gibt Arten mit Dornen an den Antennen. Oder mit spitzen bzw. stumpfen Borsten. Ein Greiffuß, mit dem sie Beute einfangen, ist eher selten.“ Einzelne Spezies können sich farblich an Algen und Steine anpassen. Andere – wie jene im sechsten Bezirk – tragen ihre Jungtiere bauchseitig im Beutel, die Mütter in spe schillern grün. Tiefseearten sind oft rot.

  • Hallo Wolfgang,


    danke, dass Du dieses Thema hier bringst!

    Ich hab's damals, also vor ein paar Wochen, gelesen und hab's super gefunden. Auch der wissenschaftliche Name ist genial =).


    Liebe Grüße Euch beiden!

    Harold